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Matthäus Merian: Kloster Engelberg,
Stich, 1642 
Konrad, Spross der berühmten Adelsfamilie von Seldenbüren (Sellenbüren),
stiftete Anfang des 12. Jahrhunderts auf seinem Besitz das Kloster
Engelberg .
Der Legende nach hörte er über dem Berg Engelsstimmen, welche
ihm den Ort für die Gott geweihte Stätte
anzeigten. Nach dem Bau des
Klosters um 1120 stand er demnach mit Abt Adelhelm
nahe diesem Berg, sie suchten nach einem Namen für das Kloster und sahen
einen Chor von Engeln, der mit zauberhaften Stimmen das Gotteslob sang.
Der Name Berg der Engel
war geboren.
Konrad holte Mönche aus St. Blasien, die nach den Reformen von HirsauDie Reformen von Hirsau gingen im 11. / 12. Jahrhundert aus vom Benediktinerkloster Hirsau im Schwarzwald. Sie nahmen die Reformen von Cluny auf, ohne aber deren Orientierung auf das zentrale Mutterkloster zu übernehmen. Das Ziel der von Abt Wilhelm verfassten „Consuetudines Hirsaugienses” war die strenge Lebensweise der Mönche wie in Cluny im Hinlick auf Tagesablauf und Liturgie sowie die Organisation der Klostergemeinschaft. Die Rechte der Bischöfe und Vögte wurden - entgegen den ursprünglichen Zielen - nicht eingeschränkt. lebten, in seine Neugründung; das Kloster St. Blasien war von seinem Vorfahren Reginbert von Seldenbüren gestiftet worden. Er selbst blieb wohl der letzte Nachkomme seiner Familie und trat später als Laienbruder in sein Kloster ein. In Auseinandersetzungen um die Rechte des Klosters wurde er ermordet.
Konrads Gebeine wurden 1611 erhoben, Reste sind heute auf einem Altar der Klosterkirche in Engelberg.
Biographisch-Bibliographisches Kirchenlexikon
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