Gedenktag katholisch: 2. Mai
Name bedeutet: der tapfere Berater (althochdt.)
Matthäus Merian: Kloster Engelberg,
Stich, 1642 
Konrad, Spross der bedeutenen Adelsfamilie von Seldenbüren - dem
heutigen Sellenbüren
- und wohl der letzte Nachkomme seiner Familie, stiftete auf seinem Besitz
das Benediktinerkloster Engelberg .
Der Legende nach hörte er über dem Berg Engelsstimmen, welche ihm den Ort für
diese Gott geweihte Stätte
anzeigten. Nach dem Bau des Klosters, das
am 1. April 1120 eingeweiht wurde, stand er demnach mit Abt Adelhelm
nahe diesem Berg, sie suchten nach einem Namen für das Kloster und sahen einen
Chor von Engeln, der mit zauberhaften Stimmen das Gotteslob sang. Der Name
Berg der Engel
war geboren.
Konrad holte Mönche aus St. Blasien, die nach den Reformen von HirsauDie Reformen von Hirsau gingen im 11. / 12. Jahrhundert aus vom Benediktinerkloster Hirsau im Schwarzwald. Sie nahmen die Reformen von Cluny auf, ohne aber deren Orientierung auf das zentrale Mutterkloster zu übernehmen. Das Ziel der von Abt Wilhelm verfassten „Consuetudines Hirsaugienses” war die strenge Lebensweise der Mönche wie in Cluny im Hinlick auf Tagesablauf und Liturgie sowie die Organisation der Klostergemeinschaft. Die Rechte der Bischöfe und Vögte wurden - entgegen den ursprünglichen Zielen - nicht eingeschränkt. lebten, in seine Neugründung; das Kloster St. Blasien war von seinem Vorfahren Reginbert von Seldenbüren gestiftet worden. Er erlangte für sein Kloster das päpstliche Privileg der freien Abtswahl und vm Kaiser die Immunität. Er trat später als Laienbruder in sein Kloster ein. In Auseinandersetzungen um die Rechte des Klosters wurde er ermordet.
Konrads Gebeine wurden 1611 erhoben, Reste sind heute auf einem Altar der Klosterkirche in Engelberg.