Gedenktag katholisch: 1. Juni
Name bedeutet: der tapfere Berater (althochdt.)
Kuno, Sohn des Eilolf und der Hazecha, stammte aus niedrigem schwäbischem Adel. Sein Onkel Anno II. von Köln ernannte ihn zum Dompropst in Köln. Auf Annos Vorschlag hin wurde er 1066 von Heinrich IV. - unter Missachtung der Mitwirkungsrechte der Ortskirche - zum Erzbischof von Trier ernannt. Bischof Einhard von Speyer sollte Kuno mit bewaffneten Gefolge nach Trier bringen. Die Mitglieder des Trierer Stifts unter Leitung des Stadtvogts lauerten ihm deshalb schon während seiner Anreise nahe Bitburg auf, brachten ihn nach Ürzig und töteten Kuno nach zwei Wochen der Gefangenschaft; mehrmals sei er einen steilen Felsen hinabgestürzt, schließlich enthauptet worden. Die Ablehnung entzündete sich wohl weniger am Handeln des Königs als an Annos Personalpolitik und der Tatsache, dass kein Trierer ernannt wurde.
Kuno wurde zunächst in Lösnich an der Mosel bestattet, dann in die Abtei in Tholey überführt. Um 1076 verfasste ein Tholeyer Mönch seine Lebens- und Leidensgeschichte. Bald schon wurde Kuno als Wundertäter verehrt. Die Gebeine sind in der Französischen Revolution verschwunden. Eine kleine Reliquie - vermutlich noch die einzige -, ein Knochenrest, blieb erhalten und wurde 1751 in den Grundstein der Kirche St. Remigius in Bliesen gelegt; der damalige Abt von Tholey, d'Hame, hatte sie der Pfarrei, die früher zu Tholey gehörte, geschenkt.
Patron
bei Hüft- und Gliederschmerzen, bei Erkrankungen von Haustieren