Gedenktag katholisch: 22. Januar
nicht gebotener Gedenktag im Bistum Wien
Name bedeutet: der ruhmreiche Herrscher (slawisch - latein.)
Dr. Ladislaus Fürst von Batthyány-Strattmann mit seiner Frau, Maria Theresia Gräfin von Coreth zu Coredo und Starkenberg
Ladislaus Anton Johann Ludwig Fürst von Batthyány-Strattmann, kam mit seiner Familie 1876 nach Kittsee in Österreich; ab 1879 besuchte er ein Jesuitenkolleg in Wien. Hier studierte er dann Landwirtschaft, Chemie, Philosophie, Astronomie und Medizin, im Jahr 1900 promovierte er zum Doktor der Medizin. Schon 1898 heiratete er in Wien Maria Theresia Gräfin von Coreth zu Coredo und Starkenberg; dem Paar wurden zwölf Kinder geboren. Neben seiner Familie widmete sich Batthyány mit Hingabe seinem Beruf als Arzt. 1902 stiftete er aus seinem Vermögen in Kittsee ein Krankenhaus und wirkte dort zunächst als praktischer Arzt, dann als Chirurg, schließlich als Augenarzt. Er behandelte viele Menschen kostenlos und wurde vor allem für die Behandlung des Grauen Stars berühmt.
Nach dem 1. Weltkrieg übersiedelte die Familie 1920 nach Körmend in Ungarn, wo Batthyány bald wieder ein Krankenhaus gründete. Auch hier behandelte er Augenleiden, bald war er im In- und Ausland als Fachmann anerkannt. Er verstand sich bei der Behandlung von Kranken als Werkzeug Gottes. Jede Operation begann er mit einem Gebet, bezeichnete die betreffende Stelle mit dem Kreuzzeichen und dankte nach der Behandlung gemeinsam mit dem Patienten Gott. Tag für Tag behandelte er bis zu hundert Patienten. Von den Armen verlangte er nie Geld; oft gab er ihnen noch etwas, damit sie sich das Notwendigste kaufen konnten. Trotz seiner vielen Arbeit besuchte er tägliche die heilige Messe, betete den Rosenkranz und übte sich in persönlicher Frömmigkeit.
Gemälde von Ádám Kisléghi-Nagy, * 1961
Nach 14 Monaten schweren Leidens starb Batthyány an Blasenkrebs im Ruf der Heiligkeit. Er wurde in einer Familiengruft in Güssing bestattet, inzwischen wurden seine Gebeine in die dortige Klosterkirche übertragen.
Kanonisation:
Der Seligsprechungsprozess wurde bereits 1944 in Wien
eröffnet. Ladislaus Batthyány-Strattmann wurde dann 2003 von Papst Johannes
Paul II. seliggesprochen.
Die
Diözese Eisenstadt informiert
ausführlich und mit vielen Fotos, auch in englischer, französischer,
italienischer und ungarischer Sprache, über Batthyány
Die
Familie Batthyány hat Informationen
über Ladislaus, die ganze Familie und die Orte des Wirkens auf ihrer
Webpräsenz.
Dr. Batthyány bei einer Operation mit seiner Frau (rechts), die ihm assistiert
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