Gedenktag katholisch: 21. September
nicht gebotener Gedenktag im Bistum Freiburg i.Br.: 22. September
Name bedeutet: der Kleine vom Land (althochdt.)
Büstenreliquiar, 1506, in der Wallfahrtskirche
St. Landelin in Ettenheimmünster

Landelin war der Legende nach Königssohn, der seine Heimat verließ, um ein Einsiedlerleben zu führen. Er kam in die Ortenau in Baden, wo er einige Zeit bei einem Mann namens Edulph lebte, sich dann aber tiefer in die Einsamkeit des Waldes bei Ettenheimmünster zurückzog und ersten Glaubensboten in der Gegend wurde. Graf Gisiko hielt Landelin für einen Zauberer und ließ ihn durch seine Jäger überfallen und enthaupten.
Edulph mit Frau und Töchtern bestatteten Landelin an dem später Münchweier genannten Ort nahe Ettenheimmünster, wo später eine vielbesuchte Wallfahrtskirche errichtet wurde, in der ein Prunkreliquiar aus dem Jahr 1506 verehrt wird. Nahe dieser Kirche befinden sich fünf Quellen. Bischof Heddo von Straßburg wandelte 762 Landelins Einsiedelei in ein Benediktinerkloster um. Die Verehrung ist seit dem 11. Jahrhundert bezeugt, im 13. Jahrhundert wurde seine Lebensgeschichte aufgeschrieben.
Patron
der Kinder, bei Augenleiden
Die Überlieferung über die Quellen
des heiligen Landelin zu Ettenheimmünster gibt es online bei sagen.at.