Gedenktag katholisch: 22. Januar
nicht gebotener Gedenktag bei den Salesianern Don Boscos
gebotener Gedenktag bei den Mariahilfschwestern |
Name bedeutet: die Lorbeergeschmückte
oder: Frau aus Laurentum (latein.) |
Kind
* 5. April 1891 in Santiago
in Chile
† 22. Januar 1904 in Junin
de los Andes in Argentinien |
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Andachtsbild 
Laura Vicuña war die Tochter einer der angesehensten Familien von
Chile; sie war verwandt mit dem ersten Erzbischof von Santiago,
Emanuel Vicuña. Während des Bürgerkriegs mussten die Eltern mit Laura in
die Hochebene der Anden fliehen. 1893 starb unerwartet der Vater. Kurz danach
kam die Schwester Lauras zur Welt. Mit ihren beiden Töchtern ging die Mutter
nach Argentinien und fand bei dem Bauern Manuel Mora Aufnahme, mit dem sie dann
in wilder Ehe zusammenlebte. Ihre beiden Töchter vertraute sie im Januar 1900
den Don-Bosco-Schwestern an, die in Junin
de los Andes eine Niederlassung hatten. Als der Lebensgefährte der Mutter
auch Laura verführen wollte, blieb sie stark, wurde aber von ihm geschlagen und
misshandelt.
Laura bat um Aufnahme ins Noviziat des Ordens, doch sie war noch zu jung.
1902 bot Laura Gott ihr Leben an für die Bekehrung ihrer Mutter; tatsächlich
erkrankte sie wenige Monate später und starb gut ein Jahr danach.
Kanonisation:
Laura Vicuña wurde 1988 von Papst Johannes
Paul II. in Becchi
bei Turin, dem Geburtsort von Johannes
(Don) Bosco, seliggesprochen.
Quellen:
• Ferdinand Holböck: Die neuen Heiligen der katholischen Kirche,
Band 3. Christiana, Stein am Rhein, 1994