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1524 erließen die bayerischen Herzöge scharfe Gesetze gegen die von der Reformation Martin Luthers ausgehende Bewegung und setzten Ketzergerichte ein. Leonhard Kaiser, der als Vikar im damals bayerischen Waizenkirchen arbeitete, wurde wegen seiner reformatorischen Predigten 1524 verhört und gefangen gesetzt, bis er der evangelischen Lehre absagte. Kaiser war aber verunsichert und ging 1525 zum Studium der evangelischen Theologie nach Wittenberg, traf 1527 auch Luther, der ihn wieder bestärkte. Anfang 1527 erfuhr Kaiser, dass sein Vater schwer krank war, reiste zu ihm und reichte dem Sterbenden das Abendmahl. Er wurde verraten und eingekerkert, nach längerer Zeit verhört und zum Tod verurteilt. Luther selbst sandte ihm einen Trostbrief. Auch die Fürsprache angesehener Bürger und evangelischer Fürsten bewirkte nichts, Kaiser wurde auf einer Insel im Inn verbrannt.
Jan Luiken: Kupferstich: Verbrennung von Leonhard Kaiser in Schärding
im Jahr 1527. In: Martelaers Spiegel (Märtyrer-Spiegel), Amsterdam 1665 
Leonhard Kaiser gilt als erster evangelischer Märtyrer Oberösterreichs.
Biographisch-Bibliographisches Kirchenlexikon