|
Liberius war Bischof von Rom von 352 bis 366. In der Legenda Aurea wird er verschiedentlich als dem Arianismus zugeneigter Anhänger Kaiser Konstantins genannt. Als Gegenpapst amtierte zur Zeit von Liberius deshalb Felix II. von 355 bis 358, nach anderen Quellen bis 365.
Matthias Grünewald: Die
Gründung der Kirche Santa
Maria Maggiore in Rom, 1517 - 19, in den Städtischen Museen in Freiburg
im Breisgau 
Liberius ist wegen seiner unklaren Haltung zum Arianismus der erste in der Liste der Päpste seit Petrus, der nicht als heilig gilt.
Anders tritt Liberius in einer späteren Legendenfassung im Zusammenhang des
Maria-Schnee-Wunders
auf. Hier
hatte Liberius in der Nacht vom 4. auf den 5. August den gleichen Traum wie der
römische Patrizier Johannes. Beiden trug Maria
auf, eine Kirche dort zu errichten, wo am Morgen frischer Schnee gefallen war.
Liberius eilte, von einer Prozession begleitet, herbei und fand, wie auch
Johannes, die Bestätigung des Traumes durch den in Grundrissform auf dem
Esquilin gefallenen Schnee. Liberius vollzog mit einer Hacke den ersten
Bodenaushub. So entstand demnach eine der ältesten und berühmtesten Kirchen Roms,
Santa
Maria Maggiore.
Jacopo Zucchi: Das Schneewunder, 1580, in der Pinakotek im Vatikan

Biographisch-Bibliographisches Kirchenlexikon
|
Sollte hier eine Anzeige erscheinen, deren
Anliegen dem unseren entgegensteht, benachrichtigen
Sie uns bitte unter Angabe der URL dieser Anzeige, damit diese Werbung nicht mehr erscheint.
|
||||||||||||||||||||