Ökumenisches Heiligenlexikon

Liutwin (Lutwin) von Trier

Gedenktag katholisch: 29. September
Gedenktag in Trier: 27. September

Name bedeutet: der Freund des Volkes (althochdt.)

Bischof von Trier, Laon und Reims
† zwischen 717 und 723 in Reims in Frankreich

Kartenskizze Kartenskizze

Statue, Ende 15. Jahrhundert, in der Wallfahrtskirche St. Lutwinus in Mettlach

Statue, Ende 15. Jahrhundert, in der Wallfahrtskirche St. Lutwinus in Mettlach

Der adlige Liutwin, Neffe von Bischof Basin von Trier, wirkte zunächst am frankischen Hof als Beamter, dann gründete er 690 das Benediktinerkloster Mettlach auf seinem Besitz. Er wurde 697/698 von seinem Onkels zum Bischof geweiht und nach dessen Tod 705 sein Nachfolger als Bischof von Trier; als Freund von Karl Martell erhielt er auch die Bistümer Reims und Laon. Den Trierer Abteien St. Eucharius und St. Paulin schenkte er Land.

Liutwins Nachfolger als Bischof von Trier wurde sein Sohn Milo. Liutwins Reliquien ruhen in der um 990 von Abt Lioffin als Grabkirche für Liutwin erbauten Marienkirche in Mettlach, heute Alter Turm genannt. Diese Kirche in Form eines Oktogons - nach dem Vorbild des Aachener Doms - ist heute das älteste erhaltene Bauwerk des Saarlands. Die Vewrehrung Liutwins ist schon ums Jahr 1000 bezeugt.

Bauernregel: An Lutwin es passieren kann, / man zieht schon warme Sachen an.

Biographisch-Bibliographisches Kirchenlexikon


Quellen:
• Chronik für Windows 5.11 - http://www.chronik.ch
• http://www.bautz.de/bbkl/l/liutwin.shtml
© www.heiligenlexikon.de