Gedenktag katholisch: 19. August
nicht gebotener Gedenktag im Franziskaner- und im Kapuzinerorden
in Toulouse: Übertragung der Gebeine: 8. November
Name bedeutet: berühmter Krieger (althochdt.)
Ludwig, der zweitälteste Sohn Karls II. von Neapel und Großneffe des Königs Ludwig IX., war 1288 bis 1295 als Geisel für seinen Vater in Aragonien und Barcelona festgehalten. Dort gewann er Zuneigung zum Franziskanerorden, entsagte 1296 seinem Erstgeburtsrecht zugunsten seines Bruders Robert, auch dem ihm angebotenen Amt des Erzbischofs von Lyon. Noch im selben Jahr wurde er zum Bischof von Toulouse geweiht, wobei ihm der Papst den Ordenseintritt bei den Franziskanern unter der Bedingung gestattete, dass er sein Ordensgewand nur heimlich tragen dürfe.
Als Bischof versuchte er, Frieden in Katalonien zu vermitteln. Schon 1297 wollte er sein Amt niederlegen und reiste nach Rom, um den Papst um Genehmigung zu bitten; unterwegs starb er.
Kanonisation:
Ludwig wurde 1317 heiliggesprochen.
Bauernregel:
Wenn im März die Veilchen blüh'n, / an Ludwig schon die Schwalben zieh'n.
Biographisch-Bibliographisches Kirchenlexikon