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kleines
Panzerfahrzeug der Ustascha in Široki
Brijeg 
Nach dem 1. Weltkrieg wurde aus den zuvor verfeindeten Teilen Slowenien,
Kroatien und Serbien der neue Staat Jugoslawien gebildet; als Gegenbewegung der
katholischen Kroaten formierte sich die Rebellengruppe Ustascha
zum Kampf für
ein eigenständiges Kroatien. Die Besetzung Jugoslawien durch Hitlerdeutschland
1941 wurde von der kroatischen Bevölkerung weithin als Befereiung begrüßt, die
Ustascha rief im April 1941 das unabhängige Kroatien aus. Nach der Kapitulation
der offiziellen jugoslawischen Streitkräfte organisierte der Generalsekretär der
Kommunistischen Partei Jugoslawiens, der Kroate Josip Broz Tito, den Widerstand
durch Partisanen, ihr Hauptquartier lag in den bosnischen Bergen. Die Ustascha
dagegen organisierte sich nach dem Beispiel der nationalsozialistischen SS und
kämpfte an der Seite der Besatzer. Die kroatische [!] Kommission für
Kriegsverbrechen kam 1945/46 alleine für das von der Ustascha betriebene KZ
Jasenovac
zur Schätzung von 500.000 bis 600.000, v.a. serbischen und jüdischen, Opfern,
tatsächich war die Zahl der Ermordeten im drittgrößten aller KZs wohl höher.
Die neue Wallfahrstkirche Mariä
Himmelfahrt
in Široki
Brijeg
Am 7. Februar 1945 wurden 30 Franziskanermönche aus dem Kloster im Wallfahrtsort Široki Brijeg durch kommunistische Partisanen ermordet. Dies war wohl die Reaktion auf das Morden durch den Franziskaner Pero Bnica aus dem Kloster Siroki Brijeg, der nach dem unfasslichen Zeugnis des Ustascha KZ-Aufsehers Mile Friganovic 1350 Gefangene im KZ Jasenovac in nur einer Nacht abgeschlachtet habe *.
Um drei Uhr nachmittags kamen Partisanen ins Kloster in Široki Brijeg und versuchten die Brüder zu zwingen, ihr Habit abzulegen. Auf ihre Weigerung hin wurden sie aus dem Kloster hinausgeführt und erschossen, ihre Leichname wurden mit Benzin übergossen und verbrannt. Nach dem Zeugnis einiger Soldaten gingen die Franziskaner die Muttergottes-Litanei singend in den Tod. Ihre Namen waren: Bruno Adamcik, Marko Barbaric, Jozo Bencum, Marko Dragicevic, Miljenko Ivankovic, Andrija Jelcic, Rudo Juric, Fabijan Kordic, Viktor Kosir, Tadija Kozul,Krsto Kraljevic, Stanko Kraljevic, Zarko Leventic, Bonifacije Majic, Stjepan Majic, Arkandeo Nuic, Borislav Pandzic, Kresimir Pandzic, Fabijan Paponja, Nenad Venancije Pehar, Melhior Prlic, Ludovik Rados, Leonard Rupcic, Mariofil Sivric, Ivo Sliskovic, Kornelije Susac, Dobroslav Simovic, Radoslav Vuksic, Roland Zlopasa und Leopold Augustin Zubac.
In Široki
Brijeg wird eine Katakombe
zum Gedenken an die franziskanischen Märtyrer
errichtet. Ein unterirdischer Gang soll an dem Ort, wo die Überreste der Brüder
lagern, entstehen; beim Durchgang durch diesen Tunnel soll man dann die
Kreuzwegandacht beten können.
Siroki Brijeg, rund 20 km vom inzwischen vielbesuchten Wallfahrtsort
Medjugorje
(Međugorje) entfernt, hofft, einen Teil der Pilgerströme in das Dorf leiten zu können. Die
neue Wallfahrtskirche Mariä Himmelfahrt
ist
inzwischen auch über die Grenzen der Region hinaus bekannt, sie ist Teil eines
großen Gebäudekomplexes, der auch das Franziskanerkloster,
ein Priesterseminar und das Gymnasium umfasst, das 1993 von Kroatiens Präsident
Franjo Tudjman feierlich wiedereröffnet wurde.
Franziskaner-Denkmal für Fra Didak Buntic († 1922) oberhalb von Široki Brijeg
Der Franziskanerpater Jozo Zovko, ein
Förderer der Marienverehrung in Medjugorje
(Međugorje), 1991 bis 1994 Superior des Klosters in Široki
Brijeg, setzt sich für das Gedenken für die Märtyrer von Siroki Brijeg ein;
1993 organisierte er ein Symposium, wo Zeugen des Martyriums sich zum ersten Mal
trafen. Im Balkankrieg 1991 / 1992, sprach er zweimal vor dem Sicherheitsrat der
Vereinten Nationen und dem europäischen Parlament in Straßburg
und stellte den kroatischen Standpunkt dar, um dem Krieg ein Ende zu bereiten.
1993 wurde auf seine Initiative eine Gebets-Bewegung für den Frieden gegründet:
die Vereinigung des Gebets Heimsuchung
, die
inzwischen mehr als 5000 Mitglieder in Bosnien-Herzegowina, Kroatien, Österreich,
den USA und Spanien hat.
Kanonisation:
1991 wurden Dokumente zur Einleitung des Seligsprechungsverfahrens dem Vatikan
in Rom übergeben.
*
Die unglaubliche Geschichte
des Franziskaners Pero Bnica
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