Mang
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Maginold
(links) mit Gallus. Fresko, um 980, in der
Magnuskrypta der Stadtpfarrkirche
St. Mang in FĂĽssen 
Maginold, zunächst mit anderen zusammen Einsiedler und Mönch im heutigen St.
Gallen, wurde - nach der Vita seines Freundes == Theodor - im 8. Jahrhundert der
Apostel des Allgäus
.
Der Legende nach war er Gefährte von Kolumban
und Gallus, tatsächlich war er wohl im
Auftrag von Bischof Wikterp
zusammen mit Tozzo und
Theodor ab etwa 746 im Oställgäu tätig. Zunächst wirkte er mit Theodor in Kempten,
wo er der Überlieferung nach auf Schlangen und Dämonen traf und deren Anführer,
eine große Boa, tötete. Während Theodor dann in Kempten blieb, wirkte Maginold
am oberen Lech und baute zunächst ein Bethaus in Waltenhofen,
dann grĂĽndete er eine Klosterzelle
im heutigen Füssen, die von König Pippin dem Jüngeren mit Gütern ausgestattet wurde
und aus der eine klösterliche Gemeinschaft wuchs.
Nach einer Reihe von Wundererzählungen überwältigte Maginold einen Drachen, der ihm den Weg versperren wollte; dies wird für mehrere Orte erzählt. Auch zwang er einen Bären, von seinen Äpfeln abzulassen. Mit seinem Stab soll er Schlangen und Bären, die die Einwohner bedrohten, vertrieben haben.
Nach dem Tod von Bischof Wikterp verfiel die Mönchsgemeinschaft, um 850 wurde sie vom Augsburger Bischof Lanto wiederbegründet; Maginolds Gebeine wurden erhoben und in die Krypta übertragen, das nach ihm benannte Benediktinerkloster St. Mang in Füssen entstand.
Cuonrad Sailer (?): Buchmalerei aus St. Galler Hausheilige
: Beschwörung des Drachen
mit dem Gallus-Stab bei Kempten,
um 1455, in der Stiftsbibliothek in St.
Gallen 
Maginold wurde als Apostel des Allgäus
auch in Tirol,
in der Schweiz sowie in Altbayern und Schwaben
hoch verehrt und teilweise zu den Nothelfern
gezählt. Auch heute noch wird in Schussenried,
frĂĽher auch in Wangen
im Allgäu ein silberner St.-Mang-Stab bei Bittprozessionen gegen Schäden über die Felder getragen.
Das Kloster St. Mang wurde 1802 in der Säkularisation aufgelöst und weltlichen Fürsten übergeben, heute gehört es der Stadtverwaltung und dienst als Rathaus.
St.-Mang-Stab mit Reliquien von ihm, um 1500, im Kirchenschatz der Kirche St. Martin, Gallus und Magnus in Wangen im Allgäu
Attribute:
mit Stab Drachen bekämpfend, mit Bär
Patron
des Allgäus,
von FĂĽssen
und Kempten;
für das Vieh; gegen Augenleiden, Schlangenbiss, Würmer, Ratten, Mäuse und Feldungeziefer
Bauernregeln:
Wie's Wetter ist am Magnus-Tag, / es vier Wochen bleiben mag.
St. Mang / schlägt's Kraut mit der Stang.
St. Mang / säht den ersten Strang.
Stadlers Vollständiges Heiligenlexikon
Die
Kirchengemeinde St. Mang in Füssen bietet auf ihrer schön gemachten und
informativen Homepage Informationen
zum Leben und Wirken und Legenden
von Maginold/Magnus.
Biographisch-Bibliographisches Kirchenlexikon noch nicht online