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Ökumenisches Heiligenlexikon

Makarios von Alexandria

auch: der Jüngere

Gedenktag katholisch: 19. Januar
Januar

Gedenktag orthodox: 19. Januar

Gedenktag armenisch: 19. Januar
liturgische Feier am Donnerstag nach dem 2. Adventssonntag

Gedenktag koptisch: 1. Mai, 8. Juli
Tag der Rückkehr aus dem Exil: 9. März
bedacht in der Basilius-Anaphora

Gedenktag syrisch-orthodox: 20. März, 21. März, 13. Juli

Name bedeutet: der Selige (griech.)

Priester, Einsiedler, Abt in der Sketischen Wüste
* in Alexandria in Ägypten
† um 394 daselbst


Makarios stammt aus Alexandria, der damals blühenden ägyptischen Hafen- und Weltstadt, in der Luxus und Reichtum, Kultur und Wissenschaft koexistierten mit Armut, Slums und Kriminalität. In dieser Welt lebte Makarius, vermutlich als Händler. Etwa mit dreißig Jahren wurde er Priester, wandte er sich dem klösterlichen Leben zu und lebte in strengster Askese; sieben Jahre lang aß er der Überlieferung nach nur Rohkost. Antonius erkannte in ihm einen begnadeten Menschen und ernannte ihn zum Erben seiner Tugenden.

Später zog Makarios in die sketische Wüste, wo er als Priester für die Siedlungen der Einsiedler wirkte und unter denen er bis zu seinem Lebensende wohnte. Ihn zeichnete ein intensives und glühendes Gebetsleben aus; viele Wundertaten sollen sich seinem Gebet verdanken: Anlässlich eines Besuches im Kloster Tavenna sah er, wie Mönche auch in der Passionszeit nicht fasteten; er stellte sich ihnen zum Vorbild, indem er die ganzen Wochen hindurch ohne jede Pause arbeitete und die ganze Zeit nichts aß mit Ausnahme von einigen Kohl-Abfällen an Sonntagen. Als es ihm in den Sinn kam, nach Rom zu gehen um sich segnen zu lassen, legte er sich mit gespreizten Beinen auf den Boden und überließ es dem Heiligen Geist, ihn dorthin zu bringen. In einer Situation der Anfechtung kasteite er sich, indem er sich für sechs Monate in einen Sumpf stellte; die Moskitos traktierten ihn derart am ganzen Körper, dass er bei der Rückkehr wie ein Aussätziger aussah und nur noch an seiner Stimme erkannt wurde. Er heilte das blinde Junge eines Wildschweins, einen enthaupteten Priester, eine besessene Jungfrau aus Thessaloniki, ein krankes Mädchen, viele Besessene. Er begegnete dem leibhaftigen Teufel und betrat schadlos den Friedhof der Magier des Pharaos.

Makarios' Grab ist im Kloster Abu Makar in der sketischen Wüste.

Bauernregel (für 2. Januar): Wie das Wetter an Makarius war, / so wird der September: trüb oder klar.
Makarius das Wetter prophezeit / für die ganze Erntezeit.

Stadlers Vollständiges Heiligenlexikon

Catholic Encyclopedia

Alban Butler: The Lives …

Acta Sanctorum




Autor: Joachim Schäfer - zuletzt aktualisiert am 22.11.2014
korrekt zitieren:
Joachim Schäfer: Artikel

Quellen:
• Vera Schauber, Hanns Michael Schindler: Heilige und Patrone im Jahreslauf. Pattloch, München 2001
• http://ocafs.oca.org/FeastSaintsViewer.asp?FSID=100227
• Charlotte Bretscher-Gisinger, Thomas Meier (Hg.): Lexikon des Mittelalters. CD-ROM-Ausgabe. J.B. Metzler, Stuttgart/Weimar 2000
• http://www.garteln.com/2010/01/09/bauernregeln-fur-den-janner/