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Makarius stammte aus einem Ort im Nildelta in der Nähe des heutigen Kairo.
Schon früh hatte er sich zurückgezogen und im Alter von etwa 30 Jahren eine
Höhle in der Sketischen
Wüste in Oberägypten bezogen, wo er 60 Jahre lang mit zwei Brüdern
und mit
Gott lebte und betete. Seine Vollkommenheit, sein Glaube und seine Weisheit
sprachen sich herum, sein Verständnis, sein Mitgefühl und seine Milde waren
sprichwörtlich. Seine Einsiedelei wurde Mittelpunkt hilf- und ratsuchender
Menschen, auch viele Mönche suchten in seiner Nähe zu leben. Um ihnen zu
entkommen, grub er eigenhändig eine verzweigten Stollen und eine Höhle, damit
ihn niemand finde.
Sein Bischof nötigte Makarius, Priester zu werden, weil das Licht nicht unter den Scheffel gehöre. Er wurde ein viel geachteter Prediger, galt als Wunderheiler und mit der Fähigkeit der Weissagung begabt. Das um 360 von ihm gegründete Kloster in der Sketischen Wüste zog bald schon über 4000 Mönche an. Einem Priester, der die Armenkasse des Bischofs stehlen wollte, drohte er schwere Krankheit an; der ließ sich nicht von seinem Vorhaben abbringen und erkrankte tatsächlich an Lepra. Als ein Besucher die Auferstehung Christi anzweifelte, erweckte Makarius einen Griechen namens Miles von den Toten. Eines Tages fand er in der Wüste den Schädel eines heidnischen Priesters: auf Makarius' Frage erzählte der ihm, dass die Menschen in der Hölle durch ein Gebet zu Gott Erleichterung bekommen könnten. Einer von einem lüsternen Mann in eine Stute verwandelten Frau gab er das menschliche Aussehen zurück.
Das von Makarius gegründete und nach ihm benannte Kloster Abu Makar heute
Makarius lebte in einer Zeit, in der sich das Christentum einerseits
stürmisch durch das ganze römische Reich ausdehnte, andererseits aber auch im
beginnenden Mönchswesen eine geistige Vertiefung erlebte. Seine Regeln für das
Mönchtum hatten Einfluss weit über Ägypten hinaus, er wurde schon zu Lebzeiten
der Große
genannt.
In der Überlieferung wurden die Nachrichten über Makarius zum Teil mit denen über andere gleichnamige Mönche vermischt. Die Tradition schreibt ihm 50 Homilien zu.
Die Koptische Kirche feiert am 3. Januar die Weihe der Kirche des nach Makarius benannten Klosters in der sketischen Wüste, des Klosters Abu Makar, durch Patriarch Benjamin von Alexandria und am 12. August die Rückführung der Reliquien dorthin zur Zeit von Michael V., dem 71. Patriarchen von Alexandria.
Attribute:
mit Stab in einer Höhle
Stadlers Vollständiges Heiligenlexikon
Das
bis heute belebte Makarius-Kloster hat eine Homepage
auch in deutscher Sprache.
Biographisch-Bibliographisches Kirchenlexikon
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