Ökumenisches Heiligenlexikon

Margaretha Ebner

Gedenktag katholisch: 20. Juni
nicht gebotener Gedenktag im Bistum Augsburg und im Dominikanerorden

Name bedeutet: die Perle (griech.)

Nonne, Mystikerin
* um 1291 in Donauwörth in Bayern
† 20. Juni 1351 im Kloster Medingen in Mödingen in Bayern

Kartenskizze

Margaretha Ebner stammte aus einem Patriziergeschlecht. Sie trat im Alter von 15 Jahren ins Dominikanerinnenkloster Maria Medingen bei Dillingen ein. Von 1312 bis 1326 durch eine schwere Lähmung ans Bett gefesselt, wurden ihr Visionen zuteil, die sie mit der Hilfe ihres Seelenführers, des WeltpriesterWeltpriesters - oder auch Diözesanpriester - sind in der römisch-katholischen Kirche alle Priester, die keinem Orden angehören. Heinrich von Nördlingen, der sie als Prophetin verehrte, schriftlich festhielt. Sein Briefwechsel mit ihr ist die älteste erhaltene Briefsammlung in deutscher Sprache und ein Zeugnis der Kontakte der mystisch-gottesfreundlichen Kreise untereinander.

Margarethas Grab in der nach ihr benannten Kapelle in der Klosterkirche Medingen ist bis heute Wallfahrtsziel.

Kanonisation: Der Kult wurde 1979 approbiert.

Stadlers Vollständiges Heiligenlexikon

Catholic Encyclopedia


Quellen:
• Vera Schauber, Hanns Michael Schindler: Heilige und Patrone im Jahreslauf. Pattloch, München 2001
• Friedrich Wilhelm Bautz. In: Friedrich-Wilhelm Bautz (Hg.): Biographisch-Bibliographischen Kirchenlexikon, Bd. I, Hamm 1990
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