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Margheritas Vater war Graf Odo aus dem berühmten Geschlecht der Colonna. Er
verwaltete den Bezirk Palestrina.
Margherita verlor beide Elternteile, als sie noch ein Kind war und wurde von ihren
Geschwistern erzogen. Dann zog sie sich in Begleitung von zwei Mägdenin als Einsiedlerin
in die Einsamkeit eines Berges bei Palestrina zurück, wo sie nach der Regel von Klara
von Assisi lebte in Armut und Buße. Der Eintritt in den Klarissenorden
in Assisi
war ihr durch ihre Kränklichkeit verwehrt. So gründete sie in Castel
San Pietro Romano bei Palestrina aus der erhaltenen Erbschaft den Orden und das Kloster
der armen Klarissen zum Heiligen Silvester
und pflegte Arme und Kranke, besonders die Franziskaner
im Kloster von Gavignano,
die fast alle erkrankt waren. Dabei wurde sie unterstützt von ihrem leiblichen Bruder,
Kardinal Jakob.
Die Gemeinschaft der Frauen wurde Dank der Vermittlung von Margheritas Bruder durch Papst Urban IV. anerkannt. Wegen dauernder Kränklichkeit konnte Margherita aber nicht in diese Gemeinschaft aufgenommen werden. In ihren letzten sieben Lebensjahren machte ihr eine unheilbare Wunde zu schaffen. Ihr heiligmäßiges Leben brachte sie auch in den Ruf einer Wundertätigen.
Nach Margheritas Tod zogen die armen Schwestern nach Rom an die Kirche S. Silvestro in Capite und nahmen die Reliquien der verstorbenen Margherita mit. Die Gläubigen kamen gerne zum Grab der Verstorbenen, Gebetserhörungen förderten ihre Verehrung. 1877 wurde das Kloster zum Postamt umgebaut; die Reliquien kamen ins neu errichteten Kloster der armen Klarissen bei S. Cecilia in Trastevere.
Über Margherita wurden zwei Lebensbeschreibungen verfasst: die eine von ihrem ältesten Bruder Johannes, die andere von einer Mitschwester ihres Ordens.
Kanonisation:
Papst Pius IX. bestätigte 1847 die Verehrung der seligen Margherita.
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