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Ökumenisches Heiligenlexikon

Margareta Colonna

italienischer Name: Margherita

Gedenktag katholisch: 30. Dezember

Name bedeutet: die Perle (griech.)

Klostergründerin
* 1254 (?) in Palestrina in Italien
† 30. Dezember 1284 in Castel San Pietro Romano bei Rom in Italien

Kartenskizze

Margaretas Vater war Graf Odo aus dem berühmten Geschlecht der Colonna. Er verwaltete den Bezirk Palestrina. Margareta verlor beide Elternteile, als sie noch ein Kind war und wurde von ihren Geschwistern erzogen. Ihr angetragene Eheschließungen lehnte sie ab, stattdessen zog sie in Begleitung von zwei Mägden als Einsiedlerin in die Einsamkeit eines Berges bei Palestrina, wo sie nach der Regel von Klara von Assisi in Armut und Buße lebte. Der Eintritt in den Klarissenorden im Kloster San Damiano in Assisi blieb ihr durch ihre Kränklichkeit verwehrt. So wurde sie Oblatin im Marienheiligtum Mentorella in Latium, lebte zeitweise als Büßerin in Rom und gründete in Castel San Pietro Romano bei Palestrina aus der erhaltenen Erbschaft den Orden und das Kloster der armen Klarissen zum Heiligen Silvester und pflegte Arme und Kranke, besonders die Franziskaner im Kloster von Gavignano, die fast alle erkrankt waren. Dabei wurde sie unterstützt von ihrem leiblichen Bruder, Kardinal Jakob.

Die Gemeinschaft der Frauen wurde Dank der Vermittlung von Margaretas Bruder durch Papst Urban IV. anerkannt. Wegen dauernder Kränklichkeit konnte Margherita aber nicht in diese Gemeinschaft aufgenommen werden. In ihren letzten sieben Lebensjahren machte ihr eine unheilbare Wunde zu schaffen. Ihr heiligmäßiges Leben brachte sie in den Ruf einer Wundertätigen.

Nach Margaretas Tod zogen die armen Schwestern nach Rom an die Kirche S. Silvestro in Capite und nahmen die Reliquien der verstorbenen Marghareta mit. Die Gläubigen kamen gerne zum Grab der Verstorbenen, Gebetserhörungen förderten ihre Verehrung. 1877 wurde das Kloster zum Postamt umgebaut; die Reliquien kamen ins neu errichteten Kloster der armen Klarissen bei S. Cecilia in Trastevere.

Über Margareta wurden zwei Lebensbeschreibungen verfasst: die eine von ihrem ältesten Bruder Johannes, die andere von einer Mitschwester ihres Ordens.

Kanonisation: Papst Pius IX. bestätigte 1847 die Verehrung der seligen Margareta.




Autor: Joachim Schäfer - zuletzt aktualisiert am 00.00.2014
korrekt zitieren:
Joachim Schäfer: Artikel

Quellen:
• Kapuzinerbuder Martin Steger, Antoniusblatt 12/2009, Meran
• http://www.fratefrancesco.org/santos/ordenII/12-30-marg.colonna.htm
• Lexikon für Theologie und Kirche, begr. von Michael Buchberger. Hrsg. von Walter Kasper, 3., völlig neu bearb. Aufl., Bd. 6., Herder, Freiburg im Breisgau 1997