Ökumenisches Heiligenlexikon

Maria - Mariä Schutz und Fürbitte

Gedenktag orthodox: 1. Oktober
     Fest
Name bedeutet: die Beleibte / die Schöne /
die Bittere / die von Gott Geliebte (aramäisch)

Biographie: => Maria

Die Orthodoxe Kirche begeht das Fest Mariä Schutz und Fürbitte zum Gedenken an die wundersame Erscheinung der Gottesmutter in Konstantinopel - dem heutigen Ístanbul - Mitte des 10. Jahrhunderts.

Der Überlieferung nach bedrohten zu jener Zeit Muslime die Stadt. Die Gläubigen versammelten sich in einer Kirche und beteten für ihre Rettung. Unter ihnen war auch der Selige Andreas - ein Slawe, der gefangen genommen und als Sklave nach Konstantinopel verkauft worden war. Als er seine Augen erhob, sah er plötzlich die Heilige Jungfrau in Begleitung einer Engelschar durch die Luft schreiten. Auch Epiphanius, der Lehrer des Seligen Andreas, sah sie. Die Gottesmutter ging auf die Knie und betete lange. Danach nahm sie den Schleier von ihrem Kopf und breitete ihn über den Betenden in der Kirche aus - Symbol für den Schutz vor den Feinden. Andreas und Epiphanius berichteten dem Volk von der wundersamen Erscheinung, worauf die Feinde sich ohne Blutvergießen von den Toren Konstantinopels zurückzogen.

Die Maria-Schutz-und-Fürbitte-Kathedrale am Graben in Moskau

Die Maria-Schutz-und-Fürbitte-Kathedrale am Graben in Moskau   Foto: David Crawshaw   

In Russland wird das Fest seit dem 12. Jahrhundert begangen. Große Verdienste darum erwarb sich der Heilige Fürst Andrej Bogoljubski. Unter seiner Herrschaft wurde die berühmte Mariä-Schutz-Kirche am Fluss Nerl errichtet. Der Gottesmutter Fürbitte ist auch die Basilius-Kathedrale auf dem Roten Platz gewidmet, die von Zar Iwan dem Schrecklichen errichtet wurde.

Bauernregel: Traditionell fällt in Russland der erst Schnee am orthodoxen Feiertag von Mariä Schutz und Fürbitte.





Quellen:
• http://de.rian.ru/culture/20061014/54808781.html
• http://www.russland-news.de/wochenendwetter_faellt_der_erste_schnee_16142.html


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