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Mariana de Parédes y Flores war Tochter Adeliger spanischer Herkunft. Bei ihrer Erstkommunion im Alter von sieben Jahren legte sie das Gelübde ewiger Keuschheit ab. Nach dem Tod ihrer Eltern lebte sie ab ihrem zwölften Lebensjahr im Hause ihrer Schwester; sie wollte als Missionarin nach Japan gehen und dazu in einen Orden eintreten, weil das abgelehnt wurde, wurde sie Franziskaner-Terziarin, widmete sich Werken der Nächstenliebe, führte ein hartes Bußleben und lebte unter der Leitung von Jesuiten wie eine Einsiedlerin bei einem ihrer Verwandten.
Ob ihres hohen Einsatzes wurde sie bekannt und bald als die Lilie von Quito
bezeichnet. Sie war Charismatisch und mystisch hoch begnadet. Schlaf gönnte sie sich nur
wenig, zuweilen auf dem Fußboden oder auf einem harten Brett, den größten Teil der Nacht
verbrachte sie, kniend und in Gott versunken, in flehentlichem Beten oder himmlischer Beschauung.
Als 1645 in Quito die Pest wĂĽtete, ein Vulkanausbruch bevorstand und ein Erdbeben die Stadt
erschütterte, betete sie, Gott möge sie bestrafen, aber das Volk verschonen. Tatsächlich
starb sie, die Pestepidemie nahm ein Ende, die Naturgewalten hielten still, sie selbst aber
wurde Opfer verschiedener Krankheiten und starb bald darauf.
Andachtsbild, gemalt vom Dominikaner Gustavo AmigĂł Jansen,
19. Jahrhundert 
Kanonisation:
1853 wurde Maria Anna seilig und 1950 von Papst Pius XII. heiliggesprochen.