|
|
Helena Kowalska wuchs mit neun Geschwistern auf. Im Alter von 20 Jahren trat
sie nach vielen Hindernissen in den Orden von der Muttergottes
der Barmherzigkeit
in Warschau
ein, das Noviziat verbrachte sie in Krakau
und erhielt den Ordensnamen Maria Faustyna. Als Schwester arbeitete sie in
verschiedenen Ordenshäusern in der Küche, Bäckerei, Gärtnerei oder als
Pförtnerin.
Maria Faustyna wurden Anfang der 30-er Jahre in Plock Erscheinungen Jesu und der Gottesmutter zuteil. * Sie wurde zur Künderin der unergründlichen göttlichen Barmherzigkeit erwählt. Mit brennender Liebe, durch Sühneleistungen, in ihrem Gebet sowie durch ein im verborgenen geübtes Opferleben erflehte sie die Barmherzigkeit Gottes für die Welt.
Maria Faustyna starb mit 33 Jahren im Rufe der Heiligkeit im Kloster Josefow.
Ihre Anliegen, die Verehrung der Großen Barmherzigkeit
Gottes, die Verehrung
der EucharistieEucharistie - von griechisch „ευχαριστειν, Dank sagen” - vergegenwärtigt das heilvolle Sterben Jesu Christi.
Die Römisch-Katholische, die Orthodoxe und die Anglikanische Kirche nennen diese Mahlfeier im Anschluss an 1. Korintherbrief 11, 24 Eucharistie, die Evangelischen Kirchen sprechen von „Abendmahl” im Anschluss an Markusevangelium 14, 17 und 1. Korintherbrief 11, 23. und das Leben nach dem Vorbild der Maria,
wurden vom polnischen Papst Johannes
Paul II. kräftig gefördert. In Kraków
wurde das Sanktuarium der Großen Barmherzigkeit
eröffnet, in der Maria
Faustynas Offenbarungen in Ehren gehalten wwerden.
Kanonisation:
Am Weißen Sonntag, dem Sonntag nach Ostern, am 18. April 1993, erfolgte in Rom
die Seligsprechung durch Papst Johannes
Paul II.. Die Heiligsprechung Faustynas erfolgte durch denselben Papst am 30.
April 2000 in Rom; zugleich legte Papst Johannes Paul II. fest, dass die ganze
katholische Kirche am Weißen Sonntag das Fest der Göttlichen Barmherzigkeit
feiert.
* Die Offenbarungen an Maria Faustyna waren ähnlich denen, die Maria
Franziska Kozlowska ab 1893 ebenfalls in Plock
hatte; daraus entwickelte sich der Orden der Mariaviten
, der sich in der
Nachfolge der Minderbrüder der Franziskaner
sah und dessen Priester vielfach in Konflikt mit denen der Amtskirche gerieten,
weshalb Papst Pius X. Maria Franziska
Kozlowska als erste namentlich genannte Frau in der Kirchengeschichte exkommuniziere.
Biographisch-Bibliographisches Kirchenlexikon