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Portrait des Malers Brovelli, der beim Malen von Marias Mutter beraten wurde.
Ein Foto von Maria gibt es nicht. 
Maria war das dritte von sechs Kindern einer Bauernfamilie. Die Familie zog, weil sie dort neues Land gepachtet hatte, 1897 in das Dorf Le Ferriere nahe Nettuno um, als Maria neun Jahre alt war. Dort betrieben sie zusammen mit der Familie Serenelli eine landwirtschaftliche Genossenschaft. Nach einem Jahr starb Marias Vater an Malaria, sie versorgte nun zusammen mit der Mutter ihre Familie. Als Maria sich - wenige Wochen nach der Erstkommunion - den Annährunsversuchen des Sohnes der Partnerfamilie, Alessandro, mehrfach widersetzte, verletzte der sie - gekränkt und wütend durch die mehrfache Zurückweisung - durch vierzehn Messerstiche. Nach einer erfolglosen Notoperation im Krankenhaus in Nettuno starb sie am folgenden Tag. Sterbend verzieh sie ihrem Mörder: "Ich verzeihe ihm; ich will ihn bei mir im Himmel haben."
Alessandro wurde zu dreißig Jahren Zwangsarbeit verurteilt. Die Überlieferung berichtet, dass er durch Visionen, in denen sein Opfer ihm erschien und ihm Blumen schenkte, reumütig wurde; er wurde an Weihnachten 1928 wegen guter Führung vorzeitig aus der Haft entlassen, bat Marias Mutter um Vergebung, die sie ihm gewährte, und trat bald darauf als Laienbruder in den Kapuzinerorden ein.
Alessandro vor einem Bild Marias, Foto im Geburtshaus
in Corinaldo ![]()
Marias Grab ist in der nach ihr benannten Kirche in Nettuno sĂĽdlich von Rom.
Kanonisation:
1947 wurde Maria Goretti durch Papst Pius XII. seliggesprochen, die
Heiligsprechung erfolgte am 24. Juni 1950 nach einem der aufsehenerregendsten
Kanonisierungsverfahren der Kirchengeschichte durch denselben Papst im Beisein
von Marias Mutter und vor einer halben Million Gläubigen auf dem Petersplatz
in Rom. Maria wurde damit zur jĂĽngsten Heiligen der katholischen Kirche; zum ersten
Mal fand eine Feier zur Heiligsprechung auf dem Petersplatz statt.
Bilder aus dem Geburtshaus der Maria Goretti
Bild in der Kathedrale
in Terni 
Biographisch-Bibliographisches Kirchenlexikon