sieben Freuden Marias
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Meister der heiligen Familie, Kölner Schule: Altar der sieben Freuden Marias, um
1480, im Louvre in Paris 
Das Fest dient dem Gedächtnis an die sieben Freuden Marias
(laetitia,
lateinisch, Freude
). Diese sind:
• die Verkündigung,
• die Heimsuchung,
• die Geburt
Jesu,
• die Anbetung der Weisen,
• das Wiederauffinden des zwölfjährigen Jesus
im Tempel (Lukasevangelium 2, 41 - 52),
• die Auferstehung Jesu
• und die Aufnahme Mariens in den
Himmel.
Papst Clemens IV. verfasste um 1265 eine Schrift in okzitanischer
Sprache über Los VII gauz da nostra dona
, Die sieben Freuden
unserer lieben Frauen
. Das Fest wurde schon im Mittelalter gefeiert.
1906 wurde es von Papst Pius X.
offiziell für die katholische Kirche bestätigt, inzwischen wieder im
römischen Kalender gestrichen. Das Fest war vor allem in den Orden der
franziskanischen Gemeinschaft - Franziskaner,
Kapuzinerorden, Klarissen
u.a - gebräuchlich und wird heute nicht mehr gefeiert.
Gegenpol zu den sieben Freuden sind die sieben Schmerzen Marias.
Ich habe etwas genauer recherchiert und dabei folgendes
festgestellt:
• Das renommierte Lexikon der christlichen Ikonographie
kennt
zwar die Sieben Schmerzen Mariens als Motiv christlicher Kunst, aber keinen
Gedenktag hierzu.
• Das nicht minder renommierte Lexikon für Theologie und Kirche
(LThK,
neueste Auflage) enthält bezeichnender Weise weder einen Eintrag zu Freuden
Mariens
noch zu Sieben Freuden Mariens
.
• In vier verschiedenen Auflagen des vorkonziliaren Missale Romanum
gibt es keinen Gedenktag der Freuden Mariens.
Fündig geworden bin ich allerdings im Marienlexikon
(hrsg.
von Remigius Bäumer und Leo Scheffczyk, St. Ottilien 1989, Bd. 2, S. 538):
Marienlexikon:.
Psalterium Mariae, dem ältesten Rosenkranzbuch (um 1483), gehören dazu Verkündigung, Heimsuchung, Geburt Christi, Darstellung im Tempel und das Wiederfinden des zwölfjährigen Jesus im Tempel. Die entsprechenden Szenen zeigen Medaillons auf Rosenkranzaltären (z.B. Tilman Riemenschneider, Volkach, 1521 / 24; Gebrüder Zürn, Altäre in Radolfzell [1640] und Überlingen [1645]) und Gebetszetteln.
Sieben Freuden Mariensam 5. Juli pflegten vor allem die Franziskaner. Dazu zählen meist Verkündigung, Heimsuchung, Geburt Christi, Anbetung der Könige, Darstellung im Tempel, Auferstehung Jesu und M’s Aufnahme in den Himmel, wobei Anzahl und Art der Geheimnisse manchen Wandlungen unterworfen sind. Fast immer aber sind Verkündigung, Geburt Christi, Anbetung der Könige und Darstellung im Tempel enthalten. Häufig sind die sieben F. den sieben Schmerzen M’e zugeordnet.
Pfarrer Pater Johannes Bergmann vom Deutschen Orden aus Darmstadt über E-Mail, 19. Dezember 2011
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