Gedenktag katholisch: 13. Dezember
im Servitenorden: 5. September
Name bedeutet: Mar: die Beleibte / die Schöne / die Bittere / die von Gott Geliebte (aramäisch)
Mag: die aus Magdala (am See Gennesaret)
Stammende (hebr.)
Costanza Storace war das ältestes von fünf Kindern einer frommen Familie mit familieneigener Kapelle, starker marianischer Frömmigkeit und besonderer Verehrung der Schmerzhaften Gottesmutter. Ihr Vater Francesco war als Kapitän und Reeder oft monatelang unterwegs. Als Kind verbrachte Costanza viele Jahre in verschiedenen religiösen Instituten, doch mit 14 Jahren musste sie aus gesundheitlichen Gründen nach Hause zurückkehren; ihren Wunsch, Nonne zu werden, konnte Costanza nicht verwirklichen. Im Alter von 15 Jahren legte sie dennoch zuhause die religiösen Gelübde ab, erhielt mit 21 Jahren den Habit des Drittordens der Serviten und nahm den Namen Maria Maddalena von der Passion an.
Bischof Francesco Saverio Petagna bat sie, beim spirituellen Wiederaufbau der Diözese
zu helfen, der aufgrund der Kriege im Zuge der politischen Einigung des Königreichs
Italien dringlich geworden war. Mit vielen Gleichgesinnten begann Maria Maddalena
1868 ihren Einsatz für Meschen, die an Cholera erkrankt waren. In einem Haus, das ihr
Vater zur Verfügung stellte, konnten zudem Waisen untergebracht werden. Dort wirkte sie
als Helferin und Katechetin, schließlich wohnte sie darin ganz mit vier weiteren
jungen Frauen. 1869 gründeten sie die Suore Compassioniste
, Schwestern des
Mitleids
, die für Erziehung sowie erste Katechesen auch in anderen Städten
Süditaliens sorgten.
Ab 1865 litt Maria Maddalena unter physischen Schmerzen und Ängsten durch die
Stigmatisierung, welche ihr auch viele Missverständnisse und Anfeindungen einbrachten.
Erfahrungen der Besessenheit und des Todes vieler junger Schwestern belasteten sie
zusätzlich. Monsignore Echevarria, der Prälat des Opus Dei,
fasste diese schwierigen Jahre so zusammen: In ihrem Leben berührte sie die
wunderbare Wirklichkeit der Gnade, die ihre Seele auf Wege der Askese geführt hat hin
zur Begegnung mit ihrer großen und einzigen Liebe, auch durch schwierige Prüfungen
der Reinigung hindurch.
Sie selbst formulierte: Mein Gott, ich verstehe dich
nicht, aber ich bete dich an. Die Urteile Gottes wollen angebetet, nicht diskutiert
werden. Auf den Knien werden wir alles in Ordnung bringen. Eine Schwester der
Compassioniste muss einen Pakt eingehen: immer zu Füßen Mariens leben.
Die letzten 20 Jahre ihres Lebens widmete Maria Maddalena vor allem der Ausbildung der Schwestern und der Stabilisierung der Kongregation.
Die Suore Compassioniste
wirken heute in Italien, Indien, Indonesien, Chile,
Kanada, Mexiko und auf den Philippinen.
Kanonisation:
Maria Magdelena von der Passion wurde am 15. April 2007 im Mutterhaus der von ihr
gegründeten Kongregaton in Castellammare
di Stabia vom Präfekten der Kongregation für die Selig- und Heiligsprechungen,
Kardinal Josè Saraiva Martins, seliggesprochen.
Biographisch-Bibliographisches Kirchenlexikon - noch nicht online
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