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Portrait im Mutterhaus der Waldbreitbacher
Franziskanerinnen, gemalt im Alter von
etwa 40 Jahren von ihrer Freundin Oktavie de Lasalle von Luisenthal ![]()
Margaretha Flesch, drittes Kind der Familie, verlor schon in jungen Jahren
ihre Mutter. 1832 heiratete der Vater wieder, 1838 zog die Familie nach
Niederbreitbach,
wo der Vater die kleine Keltermühle
und etwas Land übernehmen konnte. 1842 starb auch
der Vater, Margaretha musste als älteste Tochter den Lebensunterhalt für die inzwischen
siebenköpfige Familie verdienen mit Handarbeiten und Sammeln von Kräutern. Schon
in jungen Jahren begann sie dann mit der Betreuung von Waisenkindern und der
Pflege kranker Menschen. 1844 nahm sie an der Heilig-Rock-Wallfahrt nach Trier
teil und in ihr reifte der Entschluss, eine Gemeinschaft zu gründen. 1851 zog
sie zusammen mit ihrer Schwester Marianne in eine der beiden Klausen in der
alten Kreuzkapelle bei Waldbreitbach,
von hier aus pflegte sie Kranke, kümmerte sich um Arme und gab Waisenkindern
Zuflucht. 1856 schlossen sich die ersten beiden Gefährtinnen an, mit denen sie
ein Gemeinschaftsleben nach dem Vorbild der Franziskanerinnen
pflegte.
Die kirchliche Zustimmung zur Gründung der Schwesterngemeinschaft der
allerseligsten Jungfrau Maria von den Engeln
erhielt
Margaretha Flesch 1863 durch den Bischof von Trier,
sie nannte sich nun Maria und Rosa nach dem Vorbild der Rosa
von Viterbo und leitete den Orden der Franziskanerinnen
von Waldbreitbach
als Generaloberin. 1870 pflegte sie Verwundete in den Lazaretten des
deutsch-französischen Krieges. Schon damals moblisierten zuhause Gegnerinnen;
1878 wurde ihr eine weitere Tätigkeit als Generaloberin der Gemeinschaft, bei der
in 22 Filialen bereits über 100 Schwestern tätig waren, verweigert. Sie wurde in
der von ihr gegründeten Gemeinschaft an den Rand geschoben und totgeschwiegen,
die neue Ordensleitung versuchte über Jahre hinweg, ihr Andenken aus dem
Gedächtnis der Gemeinschaft zu löschen.
Die letzten Jahre ihres Lebens verbrachte Mutter Rosa in innerer Einsamkeit und äußerem Alleinsein. Beim Tod von Rosa Flesch am wirkten 963 Schwestern in 67 Niederlassungen der Gemeinschaft. Zu den Waldbreitbacher Franziskanerinnen gehörten im Jahr 2008 rund 350 Schwestern in Deutschland, den USA, den Niederlanden und in Brasilien.
Maria Rosas Gedenktag wird am 19. Juni, dem Tag der Ablegung ihrer feierlichen Profess, begangen.
Kanonisation:
Der Seligsprechungsprozess wurde 1957 eingeleitet. Maria Rosa wurde 2008 im Hohen Dom in
Trier
durch den Erzbischof von Köln, Joachim Kardinal Meisner, im Auftrag von Papst Benedikt XVI.
selig gesprochen.
Informationen über Margaretha Flesch und ein schönes Beispiel für die Liturgie
einer Feier zur Seligsprechung enthält das Heft zur EucharistieEucharistie - von griechisch ευχαριστειν, "Dank sagen" - vergegenwärtigt das heilvolle Sterben Jesu Christi.
Die Römisch-Katholische, die Orthodoxe und die Anglikanische Kirche nennen die Mahlfeier im Anschluss an 1. Kor 11, 24 Eucharistie, die Evangelischen Kirchen sprechen von "Abendmahl" im Anschluss an Mark 14, 17 und 1. Kor 11, 23.feier und
Seligsprechung im Dom zu Trier am 4. Mai 2008.
Die Waldbreitbacher
Franziskanerinnen stellen ihre Gründerin Maria
Rosa Flesch und ihr Werk auf einer Website dar.
Biographisch- Bibliographisches Kirchenlexikon
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