Ökumenisches Heiligenlexikon

Maria des Kleophas (des Jakobus)

Gedenktag katholisch: 24. April
Gedenktag evangelisch: 3. August (LCMS)
Gedenktag orthodox: 23. Mai
                                            dritter Sonntag der Osterzeit, 19. Juni
Gedenktag armenisch: 9. April
     liturgische Feier am 2. Dienstag nach dem Assumptionssonntag
     als Myrrheträgerin: 16. April, 16. Oktober
Name bedeutet: die Beleibte / die Schöne /
die Bittere / die von Gott Geliebte (aramäisch)
Jüngerin Jesu
† im 1. Jahrhundert
Kartenskizze

Maria war die Frau (möglicherweise: die Tochter) eines Kleophas, der traditionell öfter mit dem Jünger Kleopas identifiziert wird. Sie wird im Johannes­evangelium (19, 25) als Zeugin der Kreuzigung Jesu genannt, gehörte also zum engeren Kreis der Jüngerinnen Jesu; demnach war sie eine Schwester der Maria. Nach den anderen Evangelien war sie die Mutter des Jüngers Jakobus, des Jüngeren (Markus­evangelium 15, 40) - deshalb wird sie auch als Maria des Jakobus bezeichnet; sie war dabei, als die Frauen zum Grab gingen, um Jesus zu salben und wird dafür in der orthodoxen Tradition als Myrrhe-Trägerin verehrt; und sie war dann unter den ersten Zeuginnen seiner Auferstehung (Markus­evangelium 16, 1).

Nach einer Überlieferung war Maria zusammen mit (Maria) Salome von Galiläa und Sara-la-Kâli vor einer Christenverfolgung auf einem Schiff aus Israel geflohen und an dem Ort in Südfrankreich gelandet, der heute nach ihnen Saintes-Maries genannt wird.

Die Statuen von Maria und (Maria) Salome bei der Prozession in Saintes-Maries-de-la-Mer

Die Statuen von Maria und (Maria) Salome bei der Prozession in Saintes-Maries-de-la-Mer

Catholic Encyclopedia







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