Gedenktag katholisch: 6. Februar
Name bedeutet: die Herrin oder:
die Bittere (hebr.)
Marthe Robin wurde als sechstes Kind kleiner Bauern geboren. Die Schule konnte sie wegen ihres schwachen Gesundheitszustandes nur unregelmäßig besuchen. 1918 erkrankte sie - vermutlich an einer Gehirnlähmung - und wurde bettlägrig. Nach zwischenzeitlicher Besserung waren ab 1928 ihre Beine gelähmt und sie war wieder ans Bett gefesselt, litt an Rheuma, Kopf- und Magenschmerzen, vertrug kein Licht, konnte keine Nahrung mehr aufnehmen, kaum mehr schlafen und war auf Pflege angewiesen. Außer der Kommunion nahm sie keine Nahrung mehr zu sich und konnte nicht mehr schlafen. Ab 1929 waren auch ihre Hände gelähmt, 1940 erblindete sie.
1928 trat sie in den Dritten
Orden der Franziskaner ein, 1929 empfing sie die Stigmatisierung durch die
Wundmale Jesu und erlebte
jeweils von Donnerstag bis Freitag das Leiden Christi so intensiv, dass ihr -
den Berichten nach - Blut aus der Stirn und den Augen austrat. 1934 wurde auf
ihre Bitten hin eine christliche Schule für Mädchen
eröffnet, der später eine
Realschule und eine Hauswirtschaftschule folgten. Auf Grund ihrer Anregung
wurden 1936 die Foyers de Charité
, Heimstätten der Nächstenliebe
gegründet
als Gemeinschaften von Priestern und Laien, die in der Welt Zeugnis für die
Nächsten- und Gottesliebe geben und dazu Exerzitien abhalten. 1948 wurde in
Châteauneuf-de-Galaure
ein eigenes Gebäude erstellt.
Beim Marthes Begräbnis konzelebrierten vier Bischöfe und mehr als 200 Priester vor etwa 7000 Menschen. Marthes Zimmer in Châteauneuf-de-Galaure wurde zum Wallfahrtsort.
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