Ökumenisches Heiligenlexikon

Martialis von Limoges

Gedenktag katholisch: 30. Juni
     in Limoges: Überführung der Gebeine: 10. Oktober
Name bedeutet: der dem (Gott des Kampfes) Mars Geweihte (latein.)
Bischof von Limoges
† im 3. Jahrhundert in Limoges in Frankreich
Kartenskizze

Martialis war der Überlieferung nach der erste Bischof von Limoges.

Nach Gregor von Tours war Martialis einer der sieben Missionare, die um 250 in Gallien wirkten. In späterer Zeit wurde er als Schüler von Petrus bezeichnet.

An Martialis' Grab ereigneten sich Wunder, 848 wurde darüber die Abtei St. Martial gegründet. Ende des 10. Jahrhunderts wurde er im Zusammenhang mit der Gottesfriedensbewegung zu einem der führenden Heiligen Galliens. Legenden machten ihn nun zum jüngeren Vetter von Petrus und zum Gefährten Jesu; demnach soll er beim letzten Abendmahl das Handtuch gehalten haben und auch bei der Himmelfahrt Christi und dem Pfingstgeschehen zugegen gewesen sei. 1028 wurde eine neue, als Pilgerkirche am Santiago-Weg errichtete Basilika geweiht.

Martialis als

Martialis als Meister der Tiere   

Im späten Mittelalter entstand der noch heute lebendige Brauch, Martialis' Reliquien alle sieben Jahre in feierlicher Prozession durch Limoges zu führen.

Patron von Limoges

Stadlers Vollständiges Heiligenlexikon

Catholic Encyclopedia

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Quellen:
• Vera Schauber, Hanns Michael Schindler: Heilige und Patrone im Jahreslauf. Pattloch, München 2001
• Charlotte Bretscher-Gisinger, Thomas Meier (Hg.): Lexikon des Mittelalters. CD-ROM-Ausgabe J.B. Metzler, Stuttgart/Weimar 2000


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