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Ökumenisches Heiligenlexikon

Martin I.

Gedenktag katholisch: 13. April
nicht gebotener Gedenktag
Gedenktag III. Klasse      Im alten Messbuch entspricht die III. Klasse einem gebotenen Gedenktag. Grundsätzlich werden offiziell alle Klassen als „Feste” bezeichnet, da der Rang ja nicht durch das Wort „Fest”, sondern durch die Klasse gekennzeichnet wird.
Die Feste III. Klasse sind außerhalb der geprägten Zeiten (Advent, Weihnachtsoktav, Fastenzeit, Osteroktav) immer zu feiern, wenn sie nicht von einem Fest I. oder II. Klasse verdrängt werden. Innerhalb der geprägten Zeiten können sie in der Regel nur kommemoriert, aber nicht gefeiert werden.
12. November, Todestag: 16. September
nicht gebotener Gedenktag im Erzbistum Sevilla: 14. April

Gedenktag orthodox: 14. April, 16. September, 20. September

Gedenktag armenisch: 16. September

Name bedeutet: dem (römischen) Kriegsgott Mars geweiht (latein.)

Papst, Märtyrer
* 591 (?) in Todi in Umbrien in Italien
† 16. September 655 in Chersones, heute Ruinen bei Sewastopol auf der Halbinsel Krim in der Ukraine


Martin war vor seiner Papstwahl Diakon und päpstlicher Gesandter am kaiserlichen Hof in Konstantinopel - dem heutigen Ístanbul. 649 wurde er zum Papst gewählt und ohne kaiserliche Bestätigung geweiht. Sein Regierungsantritt fiel in eine Zeit hitziger theologischer Streitigkeiten um das Problem des Monotheletismus. Die Diskussion war so heftig, dass der byzantinische Kaiser Konstantin II., der die Einheit der Kirche und des Reiches angesichts drohender muslimischer Angriffe erhalten wollte, 648 jede weitere Diskussion über dieses Thema strikt verbot.

Nachdem die 649 im Lateranspalast in Rom unter Martins Vorsitz abgehaltene SynodeSynode (altgriech. für Zusammenkunft) bezeichnet eine Versammlung in kirchlichen Angelegenheiten. In der alten Kirche wurden "Konzil" und "Synode" synonym gebraucht. In der römisch-katholischen Kirche sind Synoden Bischofsversammlungen zu bestimmten Themen, aber mit geringerem Rang als Konzile. In evangelischen Kirchen werden nur die altkirchlichen Versammlungen als Konzile, die neuzeitlichen Versammlungen als Synode bezeichnet. dieses Dekret und den Monotheletismus verurteilt hatte, schickte der Kaiser ein Verhaftungskommando; doch dessen Leiter, Exarch Olympios, revoltierte gegen den Kaiser und erklärte sich selbst zum Herrn über Italien. Drei Jahre lang konnte der Papst in seinem Schatten ungestört regieren. Nach dessen Tod wurde der inzwischen kranke Martin jedoch im Juni 653 von einem neuerlichen Kommando unter Exarch Theodor Kalliopa gefangen genommen und dem römischen KlerusEin Kleriker ist in der orthodoxen, katholischen, anglikanischen und altkatholischen Kirche ein geweihter Amtsträger, der eine der drei Stufen des Weihesakraments - Diakon, Priester oder Bischof - empfangen hat. Im Unterschied zu den Klerikern bezeichnet man die anderen Gläubigen als Laien. Angehörige von Ordensgemeinschaften gelten, wenn sie nicht zu Priestern geweiht sind, als Laien und in der Orthodoxie als eigener geistlicher Stand. In den protestantischen Kirchen gibt es keine Unterscheidung von Klerus und Laien. die Absetzung mitgeteilt. Martin wurde nach Konstantinopel gebracht, wegen Mitschuld an Olympios' Revolte als Hochverräter zum Tod verurteilt, auf Bitten des Patriarchen von Konstantinopel, Paulus II., begnadigt und in die Verbannung nach Chersones geschickt, wo er starb.

Noch zu seinen Lebzeiten wählte der KlerusEin Kleriker ist in der orthodoxen, katholischen, anglikanischen und altkatholischen Kirche ein geweihter Amtsträger, der eine der drei Stufen des Weihesakraments - Diakon, Priester oder Bischof - empfangen hat. Im Unterschied zu den Klerikern bezeichnet man die anderen Gläubigen als Laien. Angehörige von Ordensgemeinschaften gelten, wenn sie nicht zu Priestern geweiht sind, als Laien und in der Orthodoxie als eigener geistlicher Stand. In den protestantischen Kirchen gibt es keine Unterscheidung von Klerus und Laien. in Rom Martins Nachfolger Eugen I.; da Martin nie abgedankt hatte, sah er sich aber noch als amtierenden Papst.

Überliefert sind vier Briefe Martins aus Konstantinopel und aus Chersones, die seine tiefe Enttäuschung über seine früheren Gefährten des KlerusEin Kleriker ist in der orthodoxen, katholischen, anglikanischen und altkatholischen Kirche ein geweihter Amtsträger, der eine der drei Stufen des Weihesakraments - Diakon, Priester oder Bischof - empfangen hat. Im Unterschied zu den Klerikern bezeichnet man die anderen Gläubigen als Laien. Angehörige von Ordensgemeinschaften gelten, wenn sie nicht zu Priestern geweiht sind, als Laien und in der Orthodoxie als eigener geistlicher Stand. In den protestantischen Kirchen gibt es keine Unterscheidung von Klerus und Laien. in Rom zeigen. Martin starb in Chersones und wurde dort begraben. Seine Verehrung ist v. a. in der Ostkirche verbreitet.

Bauernregel: So wie Martin es will, / zeigt sich dann der ganze April.

Stadlers Vollständiges Heiligenlexikon

Catholic Encyclopedia

Schriften von Martin und seine Lebensgeschichte gibt es online zu lesen in den Documenta Catholica Omnia.

Biographisch-Bibliographisches Kirchenlexikon



Autor: Joachim Schäfer - zuletzt aktualisiert am 22.11.2014
korrekt zitieren:
Joachim Schäfer: Artikel

Quellen:
• Vera Schauber, Hanns Michael Schindler: Heilige und Patrone im Jahreslauf. Pattloch, München 2001
• Charlotte Bretscher-Gisinger, Thomas Meier (Hg.): Lexikon des Mittelalters. CD-ROM-Ausgabe. J.B. Metzler, Stuttgart/Weimar 2000
• Lexikon für Theologie und Kirche, begr. von Michael Buchberger. Hrsg. von Walter Kasper, 3., völlig neu bearb. Aufl., Bd. 6., Herder, Freiburg im Breisgau 1997