Ökumenisches Heiligenlexikon

Martina

Gedenktag katholisch: 30. Januar
Name bedeutet: dem (römischen) Kriegsgott Mars geweiht (latein.)
Märtyrerin
† um 230 in Rom

Die Tochter eines römischen Konsuls sollte - wohl unter Kaiser Alexander Siverus - im Apollo-Tempel opfern, aber vor der Statue schlug die sich als Christin bekennende Martina ein Kreuz: Das Götterbild zerbarst, der Tempel stürzte ein. Martina wurde nun einer Reihe von Foltern überantwortet; himmlischer Beistand half ihr, sie zu überstehen. Sie wurde gegeißelt und mit Haken gerissen, dann im Amphitheater den Tieren vorgeworfen; aber der Löwe, der sie verschlingen sollte, legte sich ihr zu Füßen. Als Martina auf einen Holzstoß gestellt wurde, erlosch das Feuer durch einen Gewitterregen; schließlich wurde sie enthauptet.

In Rom wurde ihr und Lukas eine Kirche geweiht; 1634 wurden angeblich ihre Überreste in einem Tonsarg gefunden; Papst Urban VIII. ließ daraufhin die Kirche SS. Luca e Martina wieder herstellen.

Attribute: mit einem Löwen, enthauptet
Patronin von Rom; der stillenden Mütter
Bauernregel: Bringt Martina Sonnenschein, / hofft man auf viel Korn und Wein.
Bringt Martina Sonnenschein, / hofft man auf viel Frücht' und Wein.
Scheint an Martina die Sonne mild, / ist sie der guten Ernte Bild.

Biographisch- Bibliographisches Kirchenlexikon


Quellen:
• Vera Schauber, Hanns Michael Schindler: Heilige und Patrone im Jahreslauf. Pattloch, München 2001
• Hiltgard L. Keller: Reclams Lexikon der Heiligen und der biblischen Gestalten. Reclam, Ditzingen 1984
• http://www.bauernregeln.net/januar.html
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