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Ökumenisches Heiligenlexikon

Maurilius von Angers

französischer Name: Maurille

Gedenktag katholisch: 13. September
in Angers: Übertragung der Gebeine: 15. Januar, 16. August und 19. Oktober

Name bedeutet: der Maure (Mohr) (latein.)

Bischof von Angers
* um 364 in Mailand in Italien
† 13. September 453 in Angers in Frankreich

Kartenskizze Kartenskizze

Wandmalerei: Maurilius, in der Kathedrale in Angers

Wandmalerei: Maurilius, in der Kathedrale in Angers

Maurilius stammte aus adeliger Familie; bereits in jungen Jahren schloss er sich Martin von Tours an und wurde von diesem auch zum Priester geweiht. Er wurde Mönch im Kloster Chalonnes - dem heutigen Chalonnes-sur-Loire - und war von dort aus vier Jahrzehnte in der Mission tätig. Um 423 wurde er wohl von Brictius - zum Bischof von Angers geweiht.

Maurilius wurde ob seiner Wundertaten gerühmt und in der Krypta der nun nach ihm benannten Kirche Notre-Dame in Angers bestattet. 1239 wurden die Gebeine übertragen. Als die Kirche in der französischen Revolution im Jahre 1791 zerstört wurde, wurden Teile seiner Reliquien in die Kathedrale St-Maurice übertragen. 619 / 620 verfasste sein Nachfolger als Bischof Magnobod, Maurilius' Lebensgeschichte, im 11. Jahrhundert schrieb Marbod von Rennes eine weitere Vita.

Attribute: mit Spaten, Fisch und Taube
Patron von Angers; der Fischer und Gärtner; gegen Wassergefahren; Mitpatron der Diözese Angers





Quellen:

• Ekkart Sauser. In: Friedrich-Wilhelm Bautz †, Traugott Bautz (Hg.): Biographisch-Bibliographisches Kirchenlexikon, Bd. XXI, Nordhausen 2003
• http://fr.wikipedia.org/wiki/Chalonnes-sur-Loire
• Lexikon für Theologie und Kirche, begr. von Michael Buchberger. Hrsg. von Walter Kasper, 3., völlig neu bearb. Aufl., Bd. 6., Herder, Freiburg im Breisgau 1997