Ökumenisches Heiligenlexikon

Maximilian vom Pongau
auch: von Lorch

Gedenktag katholisch: 12. Oktober
Fest im Bistum Passau
nicht gebotener Gedenktag im Bistum Graz-Seckau, Salzburg und München-Freising
Diözesankalender Linz

Name bedeutet: der Größte
und: aus dem Geschlecht der Ämilier (latein.)

erster Bischof von Lorch, Märtyrer (?)
* in Claudia Celeia, heute Celje in Slowenien (?)
† 284 oder 283 daselbst (?)

Kartenskizze

Kartenskizze

Maximilian war nach der Überlieferung aus dem 11./13. Jahrhundert der Sohn reicher Eltern, verteilte nach deren Tod seinen Besitz an die Sklaven seines Anwesens, denen er auch die Freiheit schenkte, und an Arme und pilgerte nach Rom, von wo er durch Papst Sixtus II. 257 als Glaubensbote in seine Heimat Noricum zurückgeschickt wurde. Dort war er 20 Jahre lang als Wanderbischof und erster Bischof von Lorch an der Enns tätig. Während der Christenverfolgung unter Kaiser Numerianus wurde er demnach als Märtyrer enthauptet.

Historisch gesichert ist der Bau einer Kapelle in Bischofshofen im Pongau im Jahr 710 über dem Grab eines Maximilian. Reliquien kamen 878 nach Altötting und im 10. Jahrhundert nach Passau. Bei einem Stadtbrand in Passau 1662 ist der größere Teil verbrannt, die restlichen Reliquien werden jedes Jahr am 12. Oktober im Dom in Passau in einem Silberschrein ausgestellt.

Patron (zweiter) der Diözese Passau

Biographisch-Bibliographisches Kirchenlexikon


Quellen:
• Vera Schauber, Hanns Michael Schindler: Heilige und Patrone im Jahreslauf. Pattloch, München 2001
• P. Ezechiel Britschgi: Name verpflichtet. Christiana, Stein am Rhein, 1985
• Erhard Gorys: Lexikon der Heiligen. dtv, München 1997
• Hiltgard L. Keller: Reclams Lexikon der Heiligen und der biblischen Gestalten. Reclam, Ditzingen 1984
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