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Menno Simons wurde 1524 zum Priester geweiht. Mit der Theologie der Reformation, besonders Schriften von Martin Luther und Martin Bucer, war er durchaus vertraut, aber er blieb der katholischen Kirche treu. 1531 kam Menno als Priester nach Witmarsum, wo er sich weiter intensiv mit der Reformation, inbesonders mit der Täuferbewegung, beschäftigte - umstritten ist, ob der als Täufer bei einer bewaffneten Auseinandersetzung getötete Pieter Simons Mennos Bruder war, jedenfalls beschäftigte Menno dieses Schicksal. 1536 legte er dann sein Priesteramt nieder und schloss sich den Täufern an; das ihm angetragene Amt des Bischofs übernahm er nach einigem Zögern. In den folgenden zehn Jahren war er in Norddeutschland unterwegs zum Besuch bei seinen Gemeinden, oft wurde er ausgewiesen und verfolgt, dennoch gelang es ihm, die verstreuten Gemeinden zu ordnen.
1540 erschien Simons' Fundamentbuch
, es fand weite Verbreitung und diente
den Gemeinden als Grundlage ihrer Glaubenslehre. Die letzten Jahre seines Lebens
verbrachte er unter schwerer gesundheitlicher Beeinträchtigung auf dem Gut
Fresenburg
bei (Bad) Oldesloe, das schon seit 1544 verfolgte Mennoniten eine Heimat bot,
und diente seinen Gemeinden besonders durch seine Schriften.
Simons hat erreicht, dass die Täuferbewegung, die auch von den Kirchen der
Reformation schwere Verfolgungen zu erleiden hatte, bestehen blieb und unter dem
Namen Mennoniten
die erste Freikirche bildete. Mennonitische Gemeinden haben
heute mehr als eine Million Mitglieder und finden sich in der ganzen Welt mit
Schwerpunkt in Nordamerika, in Deutschland gibt es etwa 6200 Glieder in 52
Gemeinden.
Die
Homepage der
deutschen Mennoniten erschließt Informationen über heutige Aktivitäten, das
weltweite Wirken, das theologische Selbstverständnis und die Geschichte.
Die
Menno-Kate
in Fresenburg gilt als Menno Simons Druckerei, in der in seinen letzten
fünf Lebensjahren seine Bücher erschienen. Das Museum zeigt Schriften von
und über Menno Simons und die Mennoniten, weitere Objekte zeigen Stationen
seines Lebens sowie Verbreitung und Geschichte der Mennoniten. Die Linde
vor dem Haus soll von Menno Simons selbst gepflanzt worden sein. Das Haus
mit zwei Museumsräumen ist an Wochentagen ab 9 Uhr, im Winter ab 10 Uhr zu
besichtigen nach Voranmeldung bei Karin und Dietrich Janzen, Tel. 04531 - 80 07 67.
Catholic Encyclopedia: Mennoniten
Biographisch-Bibliographisches Kirchenlexikon
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