Ökumenisches Heiligenlexikon

Morandus

Gedenktag katholisch: 3. Juni
Diözesankalender Straßburg

Gedenktag evangelisch: 4. Juni

Name bedeutet: der Aufzuhaltende (latein.)

Priester, Mönch, Glaubensbote im Sundgau
* um 1075 bei Worms in Rheinland-Pfalz
† 3. Juni 1115 bei Altkirch im Elsass in Frankreich

Kartenskizze Kartenskizze

Andachtsbild mit Darstellung des Klosters St. Morand und der Stadt Altkirch, um 1910

Andachtsbild mit Darstellung des Klosters St. Morand und der Stadt Altkirch, um 1910

Morandus war Priester. Nach einer Wallfahrt zur Jakobus-Wallfahrtsstätte nach Santiago de Compostela wurde er Mönch im Benediktinerkloster Cluny, dann Prior des Klosterverbandes der Reformen von ClunyDie Reformen von Cluny gingen im 10. Jahrhundert aus vom Benediktinerkloster Cluny in Burgund. Ziel war die strenge Beachtung der Benediktinerregel und Vertiefung der Frömmigkeit des einzelnen Mönches sowie eine neue Gewissenhaftigkeit bei der Feier des täglichen Gottesdienstes. Die Klosterwirtschaft sollte selbständig zum Erhalt des Klosters dienen können und die Klöster aus dem Herrschaftsanspruch der weltlichen Herren aber auch der Bischöfe herausgenommen und direkt dem Schutz des Papstes unterstellt werden. im Kloster St. Christoph bei Altkirch im Elsass. Hier wirkte er neun Jahre lang und erhielt auf Grund seiner großen seelsorgerischen Tätigkeit den Titel Apostel des Sundgaus. Elsässische Legenden berichten Heilungen und Wohltaten; besonders rühmen sie, dass Morand sich auf deutsch verständlich machen konnte, was den Mönchen dort sonst nicht möglich war.

Teile von Morandus' Reliquien befinden sich im Stephansdom in Wien; Morandus war einer der Hauspatrone der Habsburger.

Attribute: als Pilger; Rebmesser, Trauben
Patron der Winzer, des Weines; gegen Besessenheit

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Quellen:
• Vera Schauber, Hanns Michael Schindler: Heilige und Patrone im Jahreslauf. Pattloch, München 2001
• Hiltgard L. Keller: Reclams Lexikon der Heiligen und der biblischen Gestalten. Reclam, Ditzingen 1984
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