Ökumenisches Heiligenlexikon

Nikodemus

Gedenktag katholisch: 3. August

Gedenktag orthodox: 2. August
                                dritter Sonntag der Osterzeit (Sonntag der Myrrheträger)

Gedenktag armenisch: 15. September
                                9. April
Erhebung der Gebeine und Übertragung nach Jerusalem

Name bedeutet: der Sieger im Volk (griech.)

Pharisäer, Freund Jesu
† nach 64 (?) in Israel

Kartenskizze

Dietrich Bouts der Ältere: Nikodemus (ganz rechts) bei der Einsargung Jesu, um 1450, National Gallery in London

Dietrich Bouts der Ältere: Nikodemus (ganz rechts) bei der Einsargung Jesu, um 1450, National Gallery in London

Der PharisäerDie Pharisäer (hebr. für „die Abgesonderten”) waren eine theologische Ausrichtung im Judentum zur Zeit des zweiten jüdischen Tempels (ca. 530 v. Chr. bis 70 n. Chr.) und wurden danach als rabbinisches Judentum die einzige bedeutende überlebende jüdische Strömung. Im Neuen Testament werden die Vertreter der Pharisäer in polemischer Weise als Heuchler kritisiert und herabgewürdigt. Die Pharisäer hielten nicht nur die niedergeschriebenen Gesetze Mose' für verbindlich, sondern befolgten auch die mündlich überlieferten Vorschriften der Vorfahren. Sie glaubten an eine Auferstehung der Toten und einen freien Willen des Menschen. Nikodemus, Mitglied des Hohen Rates am Tempel in Jerusalem, kam nachts zu Jesus, als der in Jerusalem weilte, um sich nach dem ewigen Leben zu erkundigen, denn er hatte erkannt dass du als Lehrer von Gott gekommen bist. Jesus belehrt ihn über die geistliche Neugeburt zur Erlangung des ewigen Lebens (Johannesevangelium 3, 1 - 21).

Als Jesu Lehren Unruhe im Volk bewirkten, berieten Hohepriester und PharisäerDie Pharisäer (hebr. für „die Abgesonderten”) waren eine theologische Ausrichtung im Judentum zur Zeit des zweiten jüdischen Tempels (ca. 530 v. Chr. bis 70 n. Chr.) und wurden danach als rabbinisches Judentum die einzige bedeutende überlebende jüdische Strömung. Im Neuen Testament werden die Vertreter der Pharisäer in polemischer Weise als Heuchler kritisiert und herabgewürdigt. Die Pharisäer hielten nicht nur die niedergeschriebenen Gesetze Mose' für verbindlich, sondern befolgten auch die mündlich überlieferten Vorschriften der Vorfahren. Sie glaubten an eine Auferstehung der Toten und einen freien Willen des Menschen. Maßnahmen gegen Jesus; Nikodemus nahm an diesen Beratungen teil und setzte sich für Toleranz gegenüber Jesus ein (Johannesevangelium 7, 40 - 52). Nach Jesu Kreuzigung brachte Nikodemus Gaben zur Salbung des Leichnams und half Joseph von Arimathaia bei der Bestattung (Johannesevangelium 19, 39f).

Der römische Geschichtsschreiber Flavius Josephus erwähnt in seinen Antiquitates (XIV, 37) einen zum Christentum bekehrten Nikodemus, der wohl Johannes bei der Abfassung seines Evangeliums inspiriert hat: der Evangelist zeichnet das Bild des Nikodemus als Verehrer Jesu und würdigt damit die Bedeutung des historischen Nikodemus in der frühchristlichen Gemeinde.

Der Gedenktag 2. Augsut ist der Tag der Überführung von Nikodemus' Reliquien im Jahr 415.

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Quellen:
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