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Jacopo Bassano: Noah baut die Arche, um 1574, im Schloss Sanssouci in Potsdam
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Von Noah berichtet die theologische Lehrerzählung der
Urgeschichte des Alten Testaments. Er war der Sohn von Lamech, Enkel von Methusalem,
also die 10. Generation nach Adam, und zeugte im Alter
von 500 Jahren seine Söhne Sem, Ham und Japhet (1. Mose 5,
27 - 32). Noah lebte als untadeliger Mann und fand deshalb Gnade vor Gott, als
der beschloss, er werde die Menschen, die ich geschaffen habe, vom Erdboden
vertilgen, denn es reut mich, dass ich sie geschaffen habe
(1. Mose 6, 7). Noah
bekam von Gott den Auftrag zum Bau der Arche mit 135 m Länge, 22,5 m Breite und
13,5 m Höhe, damit er und seine Frau mit seinen Söhnen und Schwiegertöchtern
sowie je einem Paar (bzw. sieben Paaren, 1. Mose 7, 2) von allen Tieren vor der
kommenden Sintflut gerettet werden (1. Mose 6, 14 - 20). Als Noah 600 Jahre alt
war, kam die Sintflut und vernichtete alles Leben auf der Erde, nur die Insaßen
der Arche wurden gerettet.
Michelangelo: Sintflut, 1508 - 09, Fresko in der Sixtinischen Kapelle im Vatikan
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Nach dem Ende der Flut baute Noah einen Altar, brachte Dankopfer und bewog
Gott zum Entschluss, er werde hinfort nicht mehr schlagen, was da lebt. Solange
die Erde steht, soll nicht aufhören Saat und Ernte, Frost und Hitze, Sommer und
Winter, Tag und Nacht.
(1. Mose 8, 21 - 22). Das Zeichen dieses Bundes, den
Gott mit Noah und allen Lebewesen schloss, wurde der Regenbogen (1. Mose 9, 11 -
17). Noah wurde nach Ende der Sintflut und Landung der Arche am Berg Ararat
der erste Weingärtner, alsbald durch den gegorenen Rebensaft selbst betrunken und
vor seinen Söhnen entblößt. Im Alter von 950 Jahren starb er (1. Mose 9, 18 -
28). Im Alten wie im Neuen Testament gilt er als Vorbild des gerechten
Glaubenden (Ezechiel, 14, 14. 20; Hebräerbrief 11, 7).
Giovanni Bellini: der betrunkene Noah, um 1515, im Musée des Beaux-Arts in
Besançon
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Japhet, der zusammen mit Sem Träger der
Segensverheißung war (1. Mose 9, 27), wurde der Urahne der Meder, der Griechen, der
Menschen am Schwarzen Meer und am nördlichen Mittelmeer und der indogermanischen
Völker (1. Mose 10, 2 - 5). Die Nachfahren von Ham, dem
von Noah verfluchten Sohn, weil der seine Blöße nicht bedeckte, sondern ihn
verpetzte (1. Mose 9, 22 - 25) sind die Ägypter und Araber, die Babylonier, die
Assyrer, die Kreter und Philister, die Kanaaniter - also die späteren Feinde
Israels. Sem, Noahs Ältester Sohn, wurde Träger der
Verheißung und Stammvater Abrahams und
damit des Volkes Israel, dazu Ahnvater der Völker im Zweistromland, in Syrien
und dem nördlichen Arabien, also der semitischen Völker
.
Der Berg Ararat, im Vordergrund das Kloster Virap in Armenien
Das Martyrologium von Hieronymus nennt unter Berufung auf Jakob von Nisibis den 28. April als den Tag, an dem Noah die Arche verließ. Die Armenische Kirche gedenkt Noahs unter den Patriarchen und feiert sein Gedächtnis am 1. Sonntag nach dem Tag der Verklaerung Jesu.
Muslime feiern das Ashura-Fest am 10. Muharram als Tag der Landung der Arche
mit der Suppe Noahs
: einer Art Pudding, der
aus sieben natürlichen Zutaten besteht; die Zutaten sind variierbar, es müssen aber
immer sieben sein und man muss etwas von der Süßspeise an sieben Freunde weiterreichen,
damit sie Glück und Segen bringt. Der Legende nach feierten die Überlebenden aus der
Arche den Tag nach der Sintflut mit einem Festessen; dazu ließ Noah alle noch
vorhandenen lLebensmittel zusammentragen und daraus eine Speise zubereiten.
* nach dem jüdischen Kalender
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