Gedenktag katholisch: 6. April
gebotener Gedenktag im Bistum Sankt Gallen: 7. Mai |
Gedenktag evangelisch: 6. April |
Name bedeutet: der Speer in der Not (althochdt.) |
Mönch, Dichter
* um 840 in Jonschwil
im Kanton St. Gallen in der Schweiz
† 6. April 912 in der Stadt St.
Gallen in der Schweiz |
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St. Galler Schule: Miniatur, 10. Jahrhundert 
Notker, Sohn einer Adelsfamilie, war mit einem Sprachfehler geboren. Noch als
Kind kam er ins Kloster St.
Gallen, dort wurde er in den klassischen Sprachen
und klassischer Literatur ausgebildet. Er wurde Leiter der Klosterschule, war
literarisch und musikalisch tätig und führte damit das Kloster zu großer Blüte.
Er schrieb eine Biografie über Karl
den Großen, die allerdings mehr ein Ideal beschreibt denn historisch
gesicherte Tatsachen. Sein Hauptwerk war ein Hymnenbuch, das einen Höhepunkt
mittelalterlicher Dichtung darstellt. Die Melodie eines Pfingstliedes habe er
nach dem Takt eines knarrenden Mühlrades geschrieben.
Notkers Reliquien ruhen im Münster von St.
Gallen.
Catholic Encyclopedia
Biographisch-Bibliographisches Kirchenlexikon
Quellen:
• Vera Schauber, Hanns Michael Schindler: Heilige und Patrone im Jahreslauf. Pattloch, München 2001
• www.ib.hu-berlin.de/~wumsta/Milkau/p122.html