Ökumenisches Heiligenlexikon

Offo (Uffo)

Gedenktag katholisch: 14. Januar

Name bedeutet: der friedliche Erbe (althochdt.-friesisch)

Mönch, Klostergründer
* in Irland oder Schottland
lebte im 6./7. Jahrhundert in Schuttern am Oberrhein in Baden-Württemberg

Kartenskizze Kartenskizze

603 erfolgte die Gründung einer Zelle in Schuttern bei Offenburg durch den - der Überlieferung nach aus königlichem Geschlecht stammenden - iro-schottischen Pilgermönch Offo, einem Gefährten von Kolumban.

Wappen des Ortes Schuttern: der knieende Klostergründer, der auf den Händen das Modell einer Kirche trägt

Wappen des Ortes Schuttern: der knieende Klostergründer, der auf den Händen das Modell einer Kirche trägt. Die kniende Figur stellt entweder Offo oder Kaiser Heinrich II. dar.

Archäologisch nachgeweisen sind eine der Maria geweihte Kirchenzelle, die in römischen Siedlungs- bzw. Tempelruinen platziert war und dazugehörige Gräber, auch das Grab Offos; bald schon entstand eine kleine Kapelle über diesem Grab. Mit dem Niedergang des merowingischen Königtums ab 640 entfiel der Schutz durch die einheimische Stifterfamilie der Herren zu Burghausen; Offonis Cella versankt jahrzehntelang in ein Schattendasein, bis gut 100 Jahre später der Wandermönch Pirmin die Benediktiner-Regel einführte; danach existierte das Kloster Schuttern bis 1805. Der Name des Dorfes Iffezheim - in früheren Jahrhunderten Ufensheim - leitet sich von Uffo (Offo) ab.


Quellen:
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