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Statue am Ostportal des Doms in Uppsala
in Schweden, 13. Jahrhundert ![]()
Olaf, Sohn des wikingischen Kleinkönigs Harald Graenske, der schon vor seiner Geburt starb, und der Aristokratentochter Ásta, wuchs bei seinem Stiefvater, dem Kleinkönig Sigurd Syre von Ringerike in Oppland, auf. Die Wikinger machten damals mit Piratenzügen die Küsten Europas unsicher; mit 12 Jahren bekam auch Olaf ein Schiff, seine Räuberfahrten führten ihn in die Ostsee, nach Holland und England, wo er eine Zeitlang im Dienst von König Ethelred II. stand und das Christentum kennenlernte. Danach kam er auf seinen Beutezügen bis vor Gibraltar; dort hatte er eine Vision, in der ihm der Königsthron Norwegens verheißen wurde.
1015 wurde Olaf der Überlieferung nach in Rouen in der Normandie getauft. Mit 220 Mann Gefolge, einigen Priestern und einem Bischof machte er sich auf, seine Vision in die Tat umzusetzen: durch Kooperation und Geschick vereinigte er die vielen kleinen Königtümer in Norwegen, vertrieb in der Schlacht von Nesjar - heute in der Stadt Larvik - die Dänen und ließ sich 1016 in ganz Norwegen zum König ausrufen. Die darauf folgende Reichseinigung erfolgte durch Benennung von örtlichen Repräsentanten des Königs und dem Aufbau einer zentralen Hofverwaltung nach englischem Vorbild sowie einer dem Erzbischof von Bremen-Hamburg unterstellten Kirchenorganisation.
Olaf rief Missionare ins Land, ließ Kirchen bauen und Strafen einführen für
alle Menschen, die die Taufe ablehnten. Götzenbilder und heidnische Heiligtümer
ließ er zerstören, in offenen Feldschlachten, die oft als Gottesurteil
verstanden wurden, bekämpfte er die Gegner des Christentums. Mit der
Christianisierung einher ging der zivilisatorische Aufbau. Die neuen Gesetze
des heiligen Olaf
blieben für Jahrhunderte in Kraft; sie sicherten u.a. den
Priestern den Lebensunterhalt, verordneten die Arbeitsruhe an Sonn- und
Feiertagen und untersagten die Ehe unter nahen Verwandten.
Olafs Heirat mit Astrid, der Tochter des Königs Olaf I. von Schweden, brachte auch diesen auf seine Seite. Aber ab 1025/26 machte der dänische König Knud - auch durch Bestechung und Versprechungen - die meisten mächtigen Männer des Landes Olaf abspenstig. Gleichzeitig wuchs der Widerstand gegen die zentrale Herrschaft und Olafs oft rüde Methoden. Knud kam 1028 mit einer englisch-dänischen Flotte in Norwegen an; Olaf musste 1029 mit seinem Sohn Magnús zu seinem Schwager Jaroslav I. v. Kiev. fliehen.
Altarbild: Tod Olavs, 1. Hälfte des 14. Jahrhunderts in Trondheim
entstanden ![]()
In Schweden sammelte Olaf dann ein neues Heer um sich, mit dem er gegen
Trondheim
loszog. 1030 fiel er bei dem Versuch, sein Reich zurückzuerobern, in der
Schlacht von Stiklestad
gegen die Parteigänger Knuds, der Überlieferung nach mit dem Kampfesruf:
Vorwärts, Christmänner, Kreuzmänner, Königsmänner!
Die Legende erzählt, wie
Olaf vor der Schlacht um einen Trunk Wasser bat; vom Bischof gesegnet,
verwandelte es sich in Bier, das Olaf, da Fasttag sei, nicht trinken wollte; ein
zweiter Trunk Wasser wurde zum Honigmet und wiederum von ihm abgewiesen; als
aber das Wasser, das beim drittenmal herbeigeholt wurde, sich in Wein
verwandelte, trank Olav, nachdem der Bischof es ihm ausdrücklich befohlen hatte.
Auf diese Legende zurückgehend entwickelte sich der kultische Brauch, St. Olafs
Minne
zu trinken.
Olaf wurde schon bald als Heiliger angesehen. Enttäuschung über Knuds
unerfüllte Versprechen und Verbitterung über die strenge Herrschaft seines als
König eingesetzten Sohnes Svein Álfifason förderten Olafs Verehrung. Selbst in
der Hymne auf den Sieger der Schlacht, König Svend Knudson, heißt es: Olaf hat,
bevor er starb, sündlos seine Seele gerettet.
Seine Gebeine wurden im Sommer
1031 in die Clemenskirche in Trondheim
überführt, Ende des 11. Jahrhunderts wurde ihm zu Ehren die Kathedrale in
Trondheim gebaut, die größte skandinavische Kirche, Sitz der norwegischen
Erzbischöfe. In der Reformationszeit wurde der goldene Olaf-Schrein nach
Dänemark gebracht, die Reliquien wurden zerstört.
Im 12. Jahrhundert wurden eine lateinische Leidensgeschichte und Wunderlegenden verfasst. Olaf war zusammen mit Knud von Dänemark und Erik von Schweden einer der drei großen Könige und Missionare des Nordens.
Wandbild in der Kirche in Överselö
in Schweden ![]()
Attribute:
Krug
Patron
von Norwegen
Stadlers Vollständiges Heiligenlexikon
Biographisch- Bibliographisches Kirchenlexikon
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