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Ökumenisches Heiligenlexikon

Pachomius der Ältere

auch: von Tabennisi/Tabennese

Gedenktag katholisch: 9. Mai
gebotener Gedenktag im Trappisten- und Zisterzienserorden sowie bei den Arnsteiner Patres: 15. Mai
nicht gebotener Gedenktag im Benediktinerorden: 15. Mai
Gedenktag im Silvestrinerorden: 15. Mai

Gedenktag evangelisch: 15. Mai (EKD), 17. Januar (ELCA)

Gedenktag orthodox: 15. Mai

Gedenktag armenisch: 28. April

Gedenktag koptisch: 9. Mai, 28. April, 7. November
bedacht in der Basilius-Anaphora

Gedenktag syrisch-orthodox: 17. Januar, 9. Mai, 14. Mai, 15. Mai, 17. Mai, 13. Juli

Name bedeutet: der Adler (koptisch - latein.)

Abt in Tabennisi
* um 287 in Latopolis, heute Esna in Oberägypten
† 14. Mai 347 (oder 346) in Pbow, heute Ruinen bei Fāw Qiblī in Ägypten

Kartenskizze

Pachomius, Sohn eines heidnischen Vaters, musste 314 gegen seinen Willen Soldat in der römischen Armee werden. Von der praktizierten Nächstenliebe der Christen in Theben - den heutigen Ruinen bei Al Uqsur - beeindruckt, wurde aber bald wieder aus dem Heer entlassen und ließ sich taufen. Er wurde Mönch in der Schule des Anachoreten Palamon. In dem verlassenen Dorf Tabennese/Tabennisi - beim heutigen Dandara - am rechten Nilufer gründete er 320 ein Kloster und wurde dessen erster Abt; dies war das erste Kloster des Christentums, basierend auf dem Ideal der Urgemeinde in Jerusalem nach Apostelgeschichte 4, 32 - 35 mit Eintracht und Gütergemeinschaft. Die Legende berichtet, ein Engel habe ihm beim Holzsammeln befohlen, an dieser Stelle das Kloster zu gründen; auch die Ordensregeln seien Pachomius von einem Engel überbracht worden. Der Ruf der Mönchsgemeinschaft verbreitete sich rasch, das Kloster wuchs, weitere Klöster wurden - auch für Frauen - gegründet. Das strenge Klosterleben in dem ummauerten Areal mit der gemeinschaftlichen Nutzung aller Dinge war neu, bislang lebten Mönche in Einsiedeleien.

Insgesamt gründete Pachomius neun Männerklöster mit 9000 Mönchen, dazu zwei Frauenklöster, deren eines Pachomius' Schwester Maria leitete. Sie waren alle wirtschaftlich selbständig und versorgten sich selbst. Das Zentralkloster lag in Pbow, Pachomius leitete dieses Kloster und den ganzen Verbund als Generalabt.

Hieronymus übersetzte 404 die ursprünglich koptischen Schriften des Pachomius aus der griechischen Fassung ins Lateinische. Lebensgeschichten existieren in koptischer, arabischer und griechischer Sprache - letztere wurde von Dionysius „Exiguus” ins Lateinische übersetzt.

Catholic Encyclopedia

Das Leben des heiligen Pachomius auf Deutsch gibt es in der Bibliothek der Kirchenväter der Universität Fribourg.

Pachomius' Mönchsregel gibt es online zu lesen in den Documenta Catholica Omnia.

Biographisch-Bibliographisches Kirchenlexikon




Autor: Joachim Schäfer - zuletzt aktualisiert am 00.00.2014
korrekt zitieren:
Joachim Schäfer: Artikel

Quellen:
• Vera Schauber, Hanns Michael Schindler: Heilige und Patrone im Jahreslauf. Pattloch, München 2001
• Lexikon für Theologie und Kirche, begr. von Michael Buchberger. Hrsg. von Walter Kasper, 3., völlig neu bearb. Aufl., Bd. 7., Herder, Freiburg im Breisgau 1998