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Buchmalerei, 1493, Hartmann Schedels Nürnberger
WeltChronik ![]()
Pantaleon war Sohn eines heidnischen Vaters und einer christlichen Mutter. Schon als Kind erkannte er seine Heilkräfte, er wurde in der Arzneikunst ausgebildet und von einem weisen Priester namens Hermolaus bekehrt und getauft. Als er im Beisein seines Vaters durch Anrufung Christi einen Blinden sehend machte, bekehrte sich auch der Vater.
Kaiser Maximian wählte sich den Könner als Leibarzt. Als Pantaleon dessen Frau erzählte, dass er Christ sei und versuchte, auch sie zu bekehren, wurde das Gespräch belauscht, Pantaleon beim Kaiser denunziert. Der soll daraufhin abgedankt und sich freiwillig in die Verbannung begeben haben.
Der Nachfloger ließ Pantaleon verhaften und anklagen, aber seine Standhaftigkeit konnte auch durch Geißelung, Gebranntwerden, Hunger und andere Martern nicht erschüttert werden; schließlich spaltete ein Schwertschlag, der ihn enthaupten sollte, dem an einen Ölbaum gebundenen Pantaleon das Haupt. Aus seiner Wunde sei danach kein Blut, sondern Milch geflossen. Dass ihm die Hände mit einem Nagel auf dem Kopf festgehalten wurden, begegnet in Darstellungen vom 15. Jahrhundert an.
Die Verehrung Pantaleons begann schon im 4. Jahrhundert, die Ostkirche
verehrt ihn als Großmärtyrer
, er gehört dort zu den heiligen Ärzten
. 550
ließ Kaiser Justinian zu Ehren von Pantaleon in Konstantinopel eine Kirche bauen.
Um 800 kam sein Kopf der Überlieferung nach nach Lyon,
seit 972 werden Reliquien in Köln
in der von Bischof Bruno
erbauten Kirche St. Pantaleon verehrt, weitere sind in Lyon,
Genua, Arles,
Ravenna,
Venedig,
Andechs,
Salem,
Zwiefalten
und anderswo. Pantaleon-Ampullen, die von der aus ihm geflossenen Milch enthalten sollen,
gibt es u. a. in Bari,
Neapel,
Venedig
und Madrid.
Seit dem Mittelalter ist er einer der 14
Nothelfer.
Attribute:
Nägel, Salbenbüchse, Heilpflanze
Patron
von Köln;
der Ärzte, Ammen, Hebammen; der Haustiere; gegen Kopfschmerzen,
Auszehrung, Heuschreckenplage; bei Verlassenheit und Viehkrankheiten
Biographisch- Bibliographisches Kirchenlexikon
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