Ökumenisches Heiligenlexikon

Patrick Hamilton

Gedenktag evangelisch: 27. Februar

Name bedeutet: dem Adel (den römischen Patriziern) zugehörig (latein. - irisch - engl.)

Priester, Märtyrer
* um 1504
† 29. Febraur 1528

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Patrick Hamilton

Patrick Hamilton

Patrick Hamilton, ein Verwandter von König James V., ausgebildet in Paris und Löwen (Leuven), wurde 1526 zum Priester geweiht. Weil er in seinen Predigten in St. Andrews reformatorische Lehren vertrat, wurde er von Erzbischof Beaton gemaßregelt; er entzog sich der drohenden Verfolgung durch eine Reise nach Deutschland, wo er in Wittenberg Martin Luther und Philipp Melanchthon kennen lernte. Hier verfasste er eine kurze Einführung in Luthers Lehre unter dem Titel Loci communes, englisch Patrikes Places, allgemeine Standpunkte. Er ging 1527 zurück nach England, um als Reformator zu wirken; zunächst lehrte er in seiner Verwandtschaft, dann trat er auch öffentlich auf. Erzbischof Beaton lud ihn zu einer Disputation nach St Andrews ein, zeigte scheinbar Verständnis und räumte ihm sogar Bewegungsfreiheit an der Universität ein; tatsächlich aber wurden nun Hamiltons Aussagen gesammelt, er wurde angeklagt, zum Feuertod verurteilt und noch am selben Tag hingerichtet, um ein Eingreifen des Königs zu verhindern.

Die reformatorische Bewegung in Schottland hatte nun einen Märtyrer, was ihr großen Schwung verlieh. So wurde Hamiltons Einfluss nach seinem Tod viel größer als seine Wirkung zu Lebzeiten war.

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Quellen:
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