Ökumenisches Heiligenlexikon

Paulina von Paulinzella
auch: von Thüringen

Gedenktag katholisch: 14. März
nicht gebotener Gedenktag im Bistum Fulda: 13. März

Name bedeutet: die Kleine (griech. - latein.)

Klostergründerin
* in Sachsen
† 14. März 1107 in Münsterschwarzach in Bayern

Kartenskizze

Klosteranlage und Ruine der dreischiffigen Säulenbasilika vom Anfang des 12. Jahrhunderts

Klosteranlage und Ruine der dreischiffigen Säulenbasilika Paulinzella vom Anfang des 12. Jahrhunderts

Paulina, eine sächsische Adlige, zog als Witwe zusammen mit mehreren Gefährtinnen 1102 in den Thüringer Wald und gründete das heute nach ihr benannte Doppelkloster Paulinzella bei Ilmenau. Der männliche Teil wurde mit Benediktinermönchen aus Hirsau besiedelt, die die Reformen von HirsauDie Reformen von Hirsau gingen im 11. / 12. Jahrhundert aus vom Benediktinerkloster Hirsau im Schwarzwald. Sie nahmen die Reformen von Cluny auf, ohne aber deren Orientierung auf das zentrale Mutterkloster zu übernehmen. Das Ziel der von Abt Wilhelm verfassten „Consuetudines Hirsaugienses” war die strenge Lebensweise der Mönche wie in Cluny im Hinlick auf Tagesablauf und Liturgie sowie die Organisation der Klostergemeinschaft. Die Rechte der Bischöfe und Vögte wurden - entgegen den ursprünglichen Zielen - nicht eingeschränkt. einführten, im weiblichen lebte sie selbst als Reklusin. Während einer Reise nach Hirsau erkrankte sie und starb.

Paulinas Gebeine wurden in die zwischen 1112 und 1132 erbaute Basilika von Paulinzella gebracht. 1534 wurde in der Reformation das Kloster aufgelöst, die Kirche zerstört.


Quellen:
• Chronik für Windows 5.11 - http://www.chronik.ch
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