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Pelagius war nach der Legende ein frommer Edelmann; sein Vater Pelagius und seine Mutter Hilaria stammten aus den vornehmsten Familien der Provinz Pannonien. Nach christlicher Erziehung durch seine Eltern und den Priester Uranius habe er nach dem frühen Tod der Eltern das beträchtliche Familienvermögen an die Armen verschenkt und auch unter der brutalen Verfolgung und Folter seinen Glauben nicht aufgegeben, deshalb das Martyrium während der Verfolgungen unter Kaiser Numerian erlitten.
Turm von 1883 und Kirche Sv. Pelagija in Novigrad

Papst Johannes IV (640-642) soll Reliquien vieler Heiligen nach Rom überführt haben. Pelagius' Gebeine wurden 904 von Bischof Salomon III. nach Konstanz gebracht, andere übergab er dem Stift in Bischofszell im Schweizer Kanton Thurgau, das dann nach Pelagius benannt wurde; in den folgenden zwei Jahrhunderten gehörte Pelagius zu den meistverehrten Heiligen im alemannischen Raum. 1412 wurde in Rottweil das Grabmal im Hochaltar geöffnet und eine größere, in ein Seidentuch eingewickelte Reliquie von Pelagius gefunden, die dort schon seit drei Jahrhunderten, also seit der Errichtung der Basilika, verehrt worden sei. Als in der Reformation die Pelagiusreliquien in Konstanz verloren gingen, erhielt der Konstanzer Weihbischof Jakob Mirgel 1618 auf Anordnung des Rates der Stadt Rottweil einen Teil dieser Pelagiusreliquien für die Konstanzer Kathedrale.
Patron
von Bischofszell
Biographisch-Bibliographisches Kirchenlexikon