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Der Bauernsohn Peter Friedhofen wurde schon früh Vollwaise, Schornsteinfeger
wurde sein Beruf. Als sein Bruder Jakob starb, versorgte er dessen Witwe mit
ihren elf Kindern. Neben all diesen Aufgaben gründete er in mehreren Pfarreien
Aloisius-Bruderschaften für Jugendliche mit einer vom Trierer Bischof
genehmigten Regel. Seine Liebe zu Kranken und Hilflosen führte dann zur
Einrichtung eines Hauses in Weitersburg
und zur Gründung der Kongregation der Barmherzigen Brüder von Maria
Hilf
zur Betreuung und Versorgung Kranker, die 1850 anerkannt wurde; er selbst
erlernte bei den Alexianern in Aachen
die Krankenpflege und absovierte das
Noviziat. 1851 verlegte er den Sitz der Gemeinschaft nach Koblenz,
sie wurde in der ambulanten Krankenpflege aktiv. Im selben Jahr empfingen Peter
und zwei Brüder ihr Ordenskleid. Es folgte 1853 die Gründung in Trier und dann
weitere im Ausland.
Peter Friedhofen widmete sich vor allem der religiösen Prägung junger Brüder; das Gebet, die Verehrung der Maria und der Geist der Armut waren ihm wichtig. 1860 erkrankte er an Lungentuberkulose, nach sechs Wochen starb er. Seine Gemeinschaft umfasste damals 44 Brüder.
In der Maria-Hilf-Kapelle beim Mutterhaus des Ordens in Trier ruhen seit 1928
Peters Gebeine. Heute ist der Orden in Europa, Südamerika und Asien tätig. In
Rom
betreuen die Barmherzigen Brüder die Domitilla-Katakomben und das Gästehaus
Casa Domitilla
.
Kanonisation:
Peter Friedhofen wurde 1985 selig gesprochen
Bruder Benedikt Molitor von den Barmherzigen Brüdern in Trier hat uns eine
Lebensbeschreibung von Peter
Friedhofen überlassen.
Die
sehr schöne und informative Website
der Barmherzigen Brüder von Maria-Hilf stellt in Deutsch und Englisch das
Leben von Peter Friedhofen, die Arbeit und das Leben im Orden dar.
Biographisch- Bibliographisches Kirchenlexikon
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