Petri Kettenfeier
Biografie: => Petrus
Die Kettenfeier bezieht sich auf die in Apostelgeschichte 12 berichtete Befreiung des Petrus aus dem Kerker in Jerusalem. Die zurückgelassenen Ketten wurden nach der Legende von == Eudoxia II. Licinia, der Tochter des oströmischen Kaisers Theodosius II. und seiner Gattin Aelia Eudokia, die die Frau des weströmischen Kaisers Valentinian III. wurde, als Reliquien einer Jerusalem-Wallfahrt nach Rom mitgebracht. Sie fügten sich zusammen mit denen, die Petrus als Gefangener Neros in Rom getragen hat und die von Balbina gefunden worden waren. Von Eudoxia veranlasst, wandelte man den römischen Festtag des früheren Kaisers Augustus am 1. August in Petri Kettenfeier um.
Die Ketten von Petrus in der Kirche S. Pietro in Vincoli in Rom
In der Kirche S. Pietro in Vincoli in Rom werden diese Ketten unter dem Hochaltar in einem Renaissance-Reliquiar aufbewahrt; die Kirche sei an einem 1. August geweiht worden.
Das Fest wurde 1960 aus dem römischen Kalender gestrichen.
Nach orthodoxer Überlieferung wurden die Ketten nach Konstantinopel - das
heutige Ístanbul
- gebracht und dort in der Petrus-Kirche aufbewahrt. Die Ketten, mit denen Petrus gefesselt
war, erhielten die Gnade
• jeden zu segnen, der sie verehrt, und
• jedem die Ketten von üblem Schicksal zu sprengen.
Bauernregel:
Ist's von Peter bis Laurentius
heiß, / bleibt kommend' Winter lange weiß!
Zu Petri Kettenfeier von diesem Ort / ziehen die ersten Störche fort.
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