Ökumenisches Heiligenlexikon

Petrus von Verona der Märtyrer

Gedenktag katholisch: 6. April
Übertragung der Gebeine: 7. Mai
nicht gebotener Gedenktag im Dominikanerorden: 4. Juni

Name bedeutet: der Fels (griech. - latein.)

Ordensmann, Priester, Märtyrer
* um 1205 in Verona in Italien
† 6. April 1252 im Wald bei Barlassina oder in der Burg Farga im heutigen Seveso bei Mailand in Italien

Kartenskizze

Als Sohn von Eltern, die den als häretisch bezeichneten Albigensern angehörten, trat Petrus im Alter von 16 Jahren in den Dominikanerorden ein. Im Orden und als päpstlicher Gesandter bekleitete er hohe Ämter. Ab 1232 wirkte er auf Weisung des Papstes als Inquisitor in Mittel- und Oberitalien; er zog sich durch seine erfolgreichen Predigten und seine fanatische Strenge gegen sich und andere den Hass der Katharer zu. Auf dem Weg von Como nach Mailand wurde er von gedungenen Mördern überfallen und starb, von Dolchstichen durchbohrt, mit gespaltenem Schädel. Noch im Sterben habe er mit seinem eigen Blut credo, ich glaube, auf den Boden geschrieben.

Petrus wurde in Mailand in der Kirche S. Eustorgio beigesetzt. 1336 - 1339 schuf Giovanni di Balduccio den prächtigen Sarkophag am Eingang zum Altarraum.

Im Dominikanerorden gibt es das geweihte Petrus-Wasser, das Krankheiten vertreiben und bei Wöchnerinnen das Fieber senken soll. Das Petrus-Martyr-Kreuz aus Palmenzweigen sollte gegen Unwetter und Ungeziefer auf den Feldern helfen. Die Kölner Bierbrauer erwählten ihn schon 1253 als Patron; sein mit einer Hopfenranke umgebenes Bildnis schmückte jahrhundertelang den Brauer-Zunftsaal. Nach ihm benannte sich auch die Petri-Mailand-Bruderschaft der Kölner Brauer, die heute noch in der Kölner Brauer-Corporation fortlebt.

Fresko von Fra Angelico: Petrus fordert zum Schweigen auf, im Museum von San Marco in Florenz

Fresko von Fra Angelico: Petrus fordert zum Schweigen auf, im Museum von San Marco in Florenz

Kanonisation: Bereits im Jahr nach seinem Tod wurde Petrus kanonisiert.
Attribute: mit Finger vor Mund; mit Kopfwunde und Schwert
Patron von Como und Cremona, der Lombardei und von Modena; der Wöchnerinnen, der Bierbrauer in Köln; für das Gedeihen der Feldfrüchte; gegen Kopfleiden, Gewitter, Blitz und Sturm

Catholic Encyclopedia

Biographisch-Bibliographisches Kirchenlexikon


Quellen:
• Vera Schauber, Hanns Michael Schindler: Heilige und Patrone im Jahreslauf. Pattloch, München 2001
• Hiltgard L. Keller: Reclams Lexikon der Heiligen und der biblischen Gestalten. Reclam, Ditzingen 1984
• Irenäus Fischer OP aus dem Dominikanerkloster in Düsseldorf
• http://ck-wissen.de/forum/thread.php?id=583&start=11
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