Gedenktag katholisch: 8. Juli |
Gedenktag evangelisch: 13. Februar (LCMS) |
Gedenktag orthodox: 14. Juli
13. Februar |
Gedenktag koptisch: 21. März |
Name bedeutet: die (kleine) Ehrwürdige (latein.) |
Glaubensbotin in Ephesus und Rom
* in Pontus
in der Türkei (?)
† nach 60 in Rom |
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Prisca und ihr Mann Aquila - er war
Jude aus Pontus
- lebten in Rom.
Als Kaiser Claudius alle Juden auswies, zog das Ehepaar nach Korinth.
Dort nahmen sie Paulus in ihr Haus auf, als der bei
seiner zweiten Missionsreise in die Stadt kam (Apostelgeschichte 18, 1 - 3),
bekehrten sich zum Christentum und begleiteten Paulus auf seiner Rückreise nach
Ephesus - heute Ruinen bei Selçuk
- (Apostelgeschichte 18, 18 - 19). In Ephesus wirkten sie nun als Missionare:
unterrichteten den Johannesjünger
Apollo (Apostelgeschichte 18, 24 - 26), in ihrem Haus fanden die Gottesdienste
statt (1. Korintherbrief 16, 19). Offenbar haben sie Paulus in der Zeit seiner
Verfolgung und seines Gefängnisaufenthaltes unterstützt, auch unter Einsatz
ihres Lebens. Wahrscheinlich wurden sie auch selbst verfolgt, jedenfalls kehrten
sie nach Rom zurück, wo ihr Haus wieder Ort des Gottesdienstes der
Christengemeinde wurde (Römerbrief 16, 3 - 5).
Paulus bezeichnete die beiden als seine Mitarbeiter,
in vier von sechs Bibelstellen wird der Name der Prisca vor dem ihres Mannes genannt
(so in Römerbrief 16,3), was deutlich macht, dass Prisca die eigentliche Missionarin
war, die von ihrem Mann unterstützt wurde. Manche Forscher sehen Prisca als Autorin des
neutestamentlichen Hebräerbriefes - er wäre damit das einzige biblische Buch aus
Frauenhand. Eine Notiz im 2. Timotheusbrief (4, 19) kennt die beiden zum Ende
des Jahrhunderts wieder in Ephesus,
was aber nicht als historisches Zeugnis zu werten ist.
Catholic Encyclopedia
Quellen:
• Vera Schauber, Hanns Michael Schindler: Heilige und Patrone im Jahreslauf. Pattloch, München 2001
• Manfred Görg, Bernhard Lang (Hg.): Neues Bibellexikon, Bd. III, Benziger, Zürich 2001
• Adolf v. Harnack: Die Mission und Ausbreitung des Christentums. J. C. Hinrich, Leipzig 1924
• Dietfried Gewalt. In: Friedrich-Wilhelm Bautz †, Traugott Bautz (Hg.):
Biographisch-Bibliographischen Kirchenlexikon, Bd. VII, Herzberg 1994