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Protasius und Gervasius werden als die ersten Märtyrer Mailands verehrt, über ihr Leben und Sterben ist nichts bekannt.
Mosaik am Triumphbogen, 6. Jahrhundert, in der Basilika San Vitale in Ravenna
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Nach der Legende waren Protasius und Gervasius die Zwillingssöhne des Vitalis und der Valeria, wurden unter Nero in Rom gefangen und nach Mailand gebracht. Hier wollte sie demnach Graf Astasius zwingen, seine Götter, die stumm blieben, um einen Sieg anzurufen und ihnen zu opfern. Als sie sich weigerten und ihn auf Christus als ihren größeren Herrn hinwiesen, ließ der Graf Protasius enthaupten und Gervasius mit Bleigeißeln zu Tode peitschen. Nach der Legende wurden sie von einem Anhänger bestattet, der ihre Geschichte in ihr Grab legte.
Ein Traum ließ Bischof Ambrosius die Überreste finden und 386 unter dem Altar der von ihm gegründeten Kirche beisetzen, die nach den beiden Märtyrern benannt wurde; bei der Übertragung der Gebeine soll ein blinder Mann sein Augenlicht zurück erhalten haben. Nach Bischof Ambrosius' Tod wurde der an der Seite der beiden Märtyrer begraben. In der späteren Basilika S. Ambrogio wurden 1864 tatsächlich Überreste festgestellt, die heute in der Krypta aufbewahrt werden.
Reliquien waren 1162 durch == Rainald von Dassel nach Breisach am Rhein übertragen worden und werden dort heute noch gezeigt; diese Überlieferung gilt inzwischen als legendär.
Patron
von Mailand
und Breisach;
der Kinder und Heuarbeiter; gegen Diebstahl, Harn- und Blutfluss; für eine gute Heuernte;
2. Patrone des Bistums Lugano im ambrosianischen Ritus
Biographisch- Bibliographisches Kirchenlexikon
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