Gedenktag katholisch: 25. März
nicht gebotener Gedenktag im Bereich des Klosters Tegernsee: 16. Juni
Name: altrömischer Gott, mit Romulus gleichgesetzt (latein.)
Fresko von Hans Georg Asam im Nartex der ehemaligen Klosterkirche St. Quirinus in Tegernsee, um 1690. Foto © Georg Glonner
Die ältere Legende erzählt von Quirinus als einem Märtyrer, der unter Kaiser Claudius II. um 269 in Rom enthauptet und in den Tiber geworfen wurde. Sein Leichnam, an der Tiberinsel bei der heutigen Kirche S. Bartolomeo aufgefunden, wurde in der Katakombe des Ponzianus beigesetzt.
In der jüngeren Legende war Quirinus der Sohn des angeblich ersten christlichen Kaisers Philippus Arabs, der von 244 bis 249 regierte. Nach dessen Tod wurde Quirinus seines Glaubens wegen enthauptet.
Quirinus' Reliquien kamen um 765 in die Salvator-Kirche des von Adalbert und Otgar neu gegründeten Benediktinerklosters Tegernsee, was dem Kloster eine große Anziehungskraft verschaffte und von wo aus sich sein Kult in Bayern weit verbreitete. Nach der Legende entsprang eine heilkräftige Quelle unter dem Wagen, als die letzte Rast vor der Ankunft der Reliquien in Tegernsee gehalten wurde; an dieser Stelle befindet sich heute der Quirinus-Brunnen der Kirche St. Quirin am Tegernsee; er war ein vielbesuchter Wallfahrtsort.
Heinrich von Tegernsee schrieb um 1170 eine neue Leidensgeschichte seines Klosterheiligen Quirinus.
Patron
gegen Pest, Augen- und Ohrenleiden
Stadlers Vollständiges Heiligenlexikon
Biographisch-Bibliographisches Kirchenlexikon