Ökumenisches Heiligenlexikon

Rathold von Aibling

Gedenktag katholisch: 2. November
Name bedeutet: der mit Rat Waltende (althochdt.)
Einsiedler, Priester
* in Aibling, dem heutigen Bad Aibling in Bayern
† im 10. Jahrhundert am Georgenberg bei Stans in Österreich
Kartenskizze Kartenskizze

Rathold aus dem mit zahlreichen Hochadelsfamilien wie den Staufern und Welfen verwandten Geschlechts der Rapotonen hatte von einer Wallfahrt ein Bild der Maria in seine um 950 gegründete Zelle am Georgenberg bei Stans in Tirol mitgebracht.

Zu Ratholds Marienbild am Georgenberg wurde alsbald eine bis heute anhaltende Wallfahrt unternommen. Vor 1141 erhielt das Kloster von den Herren von Schlitters das gesamte Achental vermacht, 1138 wurde das Kloster durch Bischof Reginbert von Brixen in eine Benediktinerabtei umgewandelt. Um 1310 begann die Verehrung einer Reliquie des Blutes Christi. Nach einem Brand im Jahr 1705 wurde das Kloster ins Tal nach Fiecht verlegt, der Georgenberg blieb Wallfahrtsort.

Georgenberger Pergamentkodex: Kaiser Heinrich IV. und Bischof Reginbert von Brixen am Georgenberg, überwölkt von Georg (links), Benedikt (Mitte) und Jakobus dem Älteren (rechts), nach 1689, im Stiftsmuseum des Klosters in Fiecht

Georgenberger Pergamentkodex: Kaiser Heinrich IV. und Bischof Reginbert von Brixen am Georgenberg, überwölkt von Georg (links), Benedikt (Mitte) und Jakobus dem Älteren (rechts), nach 1689, im Stiftsmuseum des Klosters in Fiecht   

Biographisch-Bibliographisches Kirchenlexikon

Kloster Georgenberg

Kloster Georgenberg   





Quellen:
• Vera Schauber, Hanns Michael Schindler: Heilige und Patrone im Jahreslauf. Pattloch, München 2001
• Stiftskirche St. Josef - Benediktinerabtei St. Georgenberg-Fiecht. Kunstverlag Peda, Passau 2001


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