Gedenktag katholisch: 15. Juli
Name bedeutet: die friedlich Herrschende (althochdt.)
Farbtafel aus der Regiswindis-Kirche in Lauffen:
Regiswindis' Leiche wird gefunden 
Regiswindis war der Überlieferung nach die Tochter des Grafen Ernst aus dem oberpfälzischen Nordgau und seiner Frau Fridburga, einer Tochter von Kaiser Ludwig dem Frommen und also Enkelin von Karl dem Großen; sie lebte mit ihren Eltern auf der Burg in Lauffen am Neckar. Im Alter von sieben Jahren sei sie von ihrer Amme erwürgt und in den Neckar geworfen worden; der Mord sei geschehen aus Rache für eine Strafe, die der Vater des Mädchen s gegen den Bruder der Amme ausgesprochen hatte.
Die Legende erzählt, dass das getötete Kind nicht im Wasser untergegangen sei und auch nicht von der Strömung abgetrieben wurde, sein Leichnam deshalb nach drei Tagen gefunden wurde mit roten Wangen und überkreuzten Armen. Unter großer Anteilnahme wurde das Kind im Friedhof bei der damals Martin von Tours geweihten Kirche begraben.
Bischof Hunbert von Würzburg ließ nach mehreren Wundern um 840 Regiswindis' Gebeine erheben. Zu ihrem Grab in Lauffen entwickelte sich eine rege Wallfahrt. Am Ort ihres Grabes sollte dann ein von Kaiser Heinrich II. dotiertes Kloster gebaut werden, was aber nicht realisiert wurde. Regiswindis wurde im Mittelalter im Bistum Würzburg sehr verehrt. 1227 wurden ihre Gebeine in die nun ihr geweihte Pfarrkirche übertragen und in einen Silberschrein gebettet; der wurde nach der Schlacht von Lauffen 1534 von Herzog Ulrich von Württemberg zur Bezahlung seiner Kriegsschulden verwendet, Regiswindis' Gebeine wurden in einen Zinnsarg gebettet; auch der verschwand nach 1547. Seit 1882 liegen Regiswindis' Gebeine in der nun nach ihr benannten früheren Friedhofskapelle neben der Kirche.
Holzstich nach Adolf Stieler: Regiswindis-Kirche in Lauffen
mit gegenüberliegender Burg, 1870 
Kanonisation:
Schon um 900 wurde Regiswindis in einem Verzeichnis des Klosters Reichenau
als Heilige genannt. Wahrscheinlich ist Regiswindis' Heilgsprechung durch einen
Würzburger Bischof - wohl 1227, im Jahr der Übertragung der Gebeine,
wie eine Inschrift in der heutigen Kirche besagt - oder schon früher.